Studienzentrum

Studienübersicht

Studien für kontinuierlichen Fortschritt

Die Therapie bösartiger Tumore und Bluterkrankungen hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt. Diese Fortschritte können nur erreicht werden, wenn systematisch nach Verbesserungen der Behandlung gesucht wird.

Letztendlich lässt sich nur durch klinische Studien erkennen und nachweisen, ob eine Behandlungsmöglichkeit besser ist als die bisher etablierte oder ob ein neuer Wirkstoff eine bisher nicht behandelbare Krankheit bekämpfen kann. Klinische Studien bieten andererseits die Möglichkeit, unter kontrollierten Bedingungen frühestmöglich vom medizinischen Fortschritt zu profitieren.

Die Möglichkeit der Studienteilnahme ist für eine Klinik mit hohem Aufwand verbunden und wird durch die Deutsche Krebsgesellschaft als wichtiges Qualitätsmerkmal für ein Onkologisches Zentrum angesehen. Sowohl die Sektion Onkologie als auch alle Fachabteilungen der verschiedenen Organkrebszentren beteiligten sich an der Durchführung verschiedener Studien.


I. Medizinische Klinik - Sektion Onkologie und Hämatologie

FIRE 4.5 Studie - Kolorektale Carcinome (Kolon und Rektum)

Es handelt sich um eine randomisierte Phase II-Studie, in der die Wirksamkeit der beiden Regime - FOLFOXIRI plus Cetuximab oder FOLFOXIRI plus Bevacizumab - im Rahmen einer Erstlinientherapie in Bezug auf den Endpunkt Tumoransprechen bei Patienten, welche an einem BRAF mutierten kolorektalen Karzinom erkrankt sind, untersucht werden soll.

Ansprechpartner:

Dr. Christopher Haberl
Oberarzt
Leiter Sektion Onkologie und Hämatologie
Leiter Onkologisches Zentrum 

Nadine Feldmer
Dokumentations- und Studienassistentin
Studienzentrum
Tel. +49 (0)9421 710 1450
Fax:+49 (0)9421 710 1449
Email: nadine.feldmer@klinikum-straubing.de

Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Proktologie

Kolon-Segment-Studie - Kolorektale Carcinome (Kolon und Rektum)

Im Rahmen der oben genannten Studie soll die Empfindlichkeit von derzeit etablierten Chemotherapien nach operativer Entfernung eines bösartigen Dickdarmtumors in Abhängigkeit von der Lage des Tumors untersucht werden.  

Zahlreiche Studien der Vergangenheit haben zeigen können, dass bösartige Tumore des Dickdarms keine einheitliche Tumorgruppe darstellen. Es zeigte sich, dass die tumorspezifischen (histologischen) und genetischen Eigenschaften in erheblichem Maße von der Lage des Tumors innerhalb des Dickdarms beeinflusst werden. Zudem zeigte sich ebenfalls ein Einfluss auf die Prognose. Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass die Empfindlichkeit der Dickdarmtumore gegenüber einer Chemotherapie in gleicher Weise von der Lokalisation beeinflusst werden könnten. Hierzu existieren jedoch derzeit keine Erfahrungen. Im Moment wird eine einheitliche Behandlung mit chemotherapeutischen Medikamenten – unabhängig von der Lage des Tumors – empfohlen.

Sollte sich die Vermutung bestätigen, dass auch die Empfindlichkeit von Dickdarmtumoren gegenüber einer Chemotherapie von der Lage beeinflusst wird, könnte man in Zukunft die Behandlung von Patienten mit dieser Erkrankung weiter verbessern. Anhand der Ergebnisse könnte man möglicherweise – je nach Lage des Dickdarmtumors – die effektivste Chemotherapie empfehlen. Darüber hinaus könnten unwirksame Behandlungen vermieden werden.

In der Studie wird beabsichtigt, Daten zu ihrer Tumorerkrankung zu erfassen. Dies schließt tumorspezifische Daten, Daten zur Operation, zum Verlauf nach der Operation sowie zur geplanten Chemotherapie mit ein. Zudem erfolgt die Erfassung von Daten zum weiteren Verlauf ihrer Erkrankung nach Operation und Chemotherapie.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Robert Obermaier
Chefarzt
Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Proktologie

Nadine Feldmer
Dokumentations- und Studienassistentin
Studienzentrum
Tel. +49 (0)9421 710 1450
Fax:+49 (0)9421 710 1449
E-Mail: nadine.feldmer@klinikum-straubing.de

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

PIPAVIR Studie - Gebärmutterhalskrebsvorstufen

Zweck der Studie ist die Entwicklung neuer und aussagekräftiger Vorsorgetests für Gebärmutterhalskrebsvorstufen. 

Es sollen von mehreren tausend Frauen Abstriche vom Gebärmuttermund mit den neu entwickelten Testmethoden untersucht werden um festzustellen, ob diese vergleichbar gut oder besser funktionieren wie herkömmliche Methoden.

Hans-Hermann Dohmen
Oberarzt
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Tel. +49 (0)9421 710 1651
Fax:+49 (0)9421 710 1660

REGSA Studie - Gynäkologische Sarkome

Diese Registerstudie ist eine prospektive Studie, bei der Daten zu Ihrer Diagnose und Therapie aus dem Behandlungsalltag untersucht, dokumentiert und ausgewertet werden.

Die erhobenen Daten dienen dazu, ein besseres Verständnis für das Auftreten gynäkologischer Sarkome und deren Therapie zu ermitteln. Gleichzeitig dienen sie zu einer zukünftigen Verbesserung der Diagnose- und Therapieverfahren.

Die Teilnahme an der Registerstudie ist freiwillig und hat keinen Einfluss auf Ihre Behandlung. Ihr Arzt trifft weiterhin, zusammen mit Ihnen und unabhängig von der Registerstudie, alle Entscheidungen zu der für Sie am besten geeigneten Behandlung.

Ansprechpartner:

Hans-Hermann Dohmen
Oberarzt
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Nadine Feldmer
Dokumentations- und Studienassistentin
Studienzentrum
Tel. +49 (0)9421 710 1450
Fax:+49 (0)9421 710 1449
mailto:nadine.feldmer@klinikum-straubing.de

BRAINMET Studie - Mammakarzinom (metastasiert)

Prospektive und retrospektive Registerstudie zur Diagnostik und Therapie von Hirnmetastasen beim Mammakarzinom

Bei der Behandlung von Patientinnen mit Mammakarzinom stellt die steigende Inzidenz von Hirnmetastasen ein zunehmendes klinisches Problem dar. Leider sind bislang die Erkenntnisse über die Mechanismen dieser Metastasierung und auch die Möglichkeiten der Therapie sehr begrenzt.

Die BMBC (Brain Metastases in Breast Cancer Network Germany) Registerstudie soll deshalb dazu beitragen, prospektiv und retrospektiv Daten zu Erkrankungsverläufen von Patientinnen mit Hirnmetastasen eines Mammakarzinoms zu erheben.

Darüber hinaus sind wissenschaftliche Projekte geplant, die mit Untersuchungen an vorhandenem Paraffingewebe, die es ermöglichen sollen, Ursachen für die Entstehung von Hirnmetastasen bei einer Brustkrebserkrankung besser zu verstehen. Hiermit könnte zukünftig die Behandlung von Patientinnen verbessert werden.

Ansprechpartner:

Hans-Hermann Dohmen
Oberarzt
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Nadine Feldmer
Dokumentations- und Studienassistentin,
Studienzentrum
Tel. +49 (0)9421 710 1450
Fax:+49 (0)9421 710 1449
E-Mail: nadine.feldmer@klinikum-straubing.de

Klinik für Urologie

G-RAMPP-Studie - Prostatakarzinom (metastasiert)

Im Rahmen dieser Studie wird bei allen Studienteilnehmern alle 6 Monate ein Bildgebungsverfahren durchgeführt.

Dies ermöglicht eine frühzeitige Entdeckung von eventuellen Veränderungen im Krankheitsverlauf und eine schnelle Reaktion durch Anpassung der Therapie. Ebenso werden Sie regelmäßig über Ihre Lebensqualität befragt welche mit Hilfe von Fragebögen durchgeführt wird.

Wir würden uns freuen, wenn Sie an der Studie teilnehmen würden. Ihre Teilnahme an dieser Studie ist selbstverständlich freiwillig.

Ansprechpartner:

Dr. Christian Gilfrich
Chefarzt
Klinik für Urologie

Stephanie Seckel
Stellv. Leitung Tumordokumentation und Studiensekretariat
Studienzentrum
Tel. +49 (0)9421 710 1453
Fax:+49 (0)9421 710 1449
Email: stephanie.seckel@klinikum-straubing.de

PCO-Studie - Prostatakarzinom

Prostate Cancer Outcomes –
Compare & Reduce Variation in DKG- zertifizierten Prostatakrebszentren

Diese Studie untersucht die Ergebnisqualität bei der Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms.

Die Ergebnisqualität umfasst das Überleben nach dieser Erkrankung, aber auch die Lebensqualität und Nebenwirkungen der Therapie.Sie können durch die Teilnahme an dieser Studie mittel- und langfristig dazu beitragen, die Versorgung von Patienten mit Prostatakarzinom zu verbessern.Wir würden uns freuen, wenn Sie an der Studie teilnehmen würden.

Ansprechpartner:

Dr. Christian Gilfrich
Chefarzt
Klinik für Urologie

Stephanie Seckel
Stellv. Leitung Tumordokumentation und Studiensekretariat
Studienzentrum
Tel. +49 (0)9421 710 1453
Fax:+49 (0)9421 710 1449
mailto:stephanie.seckel@klinikum-straubing.de

Fachbereiche des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ)

Wir betreuen auch Studien des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ), einem Zusammenschluss von Arztpraxen, die örtlich direkt an das Klinikum angegliedert sind.

Arztaufklärungsgespräch in der Strahlentherapie mit Prostatakarzinom – MVZ Strahlentherapie

Bewertung der Qualität durch den Patienten 

Neben der Operation und der kontrollierten Überwachung ist die Strahlentherapie eine wichtige Säule in der primären Behandlung des nicht metastasierten Prostatakarzinoms. Zur Entscheidung, welche Therapie sinnvoll ist und für welche Therapieform sich der Patient entscheidet, spielt das ärztliche Aufklärungsgespräch eine entscheidende Rolle. Inwieweit der Patient nach dem Gespräch in der Lage ist, die Therapieentscheidung zu treffen oder welches Vorwissen bereits vorlag, ist nicht bekannt.

Daher soll mit einem selbst entwickelten Fragebogen vor und nach dem Aufklärungsgespräch das Vorwissen sowie die Fähigkeit zur Therapieentscheidung abgefragt werden, um mit dem gewonnenen Wissen, die Qualität des Aufklärungsgesprächs zu bestimmen und Optimierungspotential zu generieren.

Ansprechpartner:

Strahlentherapeut
PD Dr. med. Christof Schäfer

Sekretariat MVZ Strahlentherapie
MVZ Klinikum Straubing GmbH
Fachbereich Strahlentherapie
Tel.: 09421 – 710 7100
Fax: 09421 – 710 7109
Email: strahlentherapie@mvz-klinikum-straubing.de