Sektion Neurologie/ Schlaganfalleinheit

Schlaganfall und Hirnblutungen - Neurovaskuläre Erkrankungen

Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine akute Durchblutungsstörung von Teilen des Gehirns durch Verschluss einer versorgenden Arterie.

Jeder akute Schlaganfall wird im Notfallzentrum umgehend internistisch und fachärztlich neurologisch untersucht und diagnostiziert. Außerhalb der Dienstzeit der Fachärzte wird die sofortige fachärztliche Beurteilung durch eine telemedizinische Untersuchung mit modernster Technik durch die kooperierenden Kliniken des TEMPIS-Netzwerks durchgeführt und dadurch eine schnellstmögliche fachärztliche Beurteilung zu jeder Tageszeit gewährleistet.  

Für die Akutdiagnostik steht rund um die Uhr eine Computertomographie mit Möglichkeit der Gefäßdarstellung (CT-Angiographie) und der Durchblutungsverhältnisse im betroffenen Gewebe (Perfusions-CT) zur Verfügung. Der akute Schlaganfall, dessen Auftreten nicht länger als 4.5 Stunden zurückliegt, wird wenn keine Kontraindikationen bestehen, umgehend einer intravenösen Lysebehandlung zugeführt. Bei Verschluss einer größeren Hirnarterie besteht zudem die Möglichkeit einer kathetergestützten Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes (Thrombektomie) im Hause.  

Der akute Schlaganfall wird in unserem Hause unter Führung der Neurologie durch ein Expertenteam behandelt, das Ärzte des Notfallzentrums, der Intensivstation, der Radiologie, der Kardiologie, der Neurochirurgie und der Gefäßchirurgie umfasst mit zusätzlicher Beteiligung der externen Kooperationskliniken in Regensburg und München.

Hirnblutungen

Hirnblutungen können an verschiedenen Orten auftreten und unterschiedliche Größen erreichen. Auch die Beschwerden sind von Fall zu Fall anders. Eines gilt aber immer: Eine Hirnblutung ist ein Notfall. Der Betroffene muss sofort ins Krankenhaus. Denn die Blutung verursacht einen Bluterguss; dieser kann das Hirngewebe schädigen. Befragung des Patienten, körperliche Untersuchung und Computertomographie sind wichtige Methoden, um eine Hirnblutung zu erkennen. Die Behandlung hängt von der Art der Hirnblutung ab.

Zerebrale Vaskulitis

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine immunologisch bedingte Entzündung der Gefäßwände im Gehirn. Sie tritt sehr selten auf. Hinweise auf die Erkrankung können Kopfschmerzen, neurologische Ausfälle sowie Schlaganfälle sein. Nach der Diagnose durch Laboruntersuchung und bildgebende Verfahren kann die medikamentöse Behandlung begonnen werden. In schweren Fällen ist ein neurochirurgischer Eingriff nötig.