Sektion Neurologie/ Schlaganfalleinheit

Methoden und Techniken

Woher kommen die Kopfschmerzen? Handelt es sich beim Schwindel um eine harmlose Alterserscheinung oder steckt eine ernste Erkrankung dahinter? Ist die wachsende Vergesslichkeit bereits ein Vorbote von Demenz?

Erkrankungen des Nervensystems erfordern eine detaillierte Diagnose, um erfolgreich behandelt werden zu können. Mit modernen Untersuchungsverfahren und großer Erfahrung klären wir die Ursachen Ihrer Beschwerden ab und geben Antworten auf Ihre Fragen.

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über unsere vielfältigen Untersuchungsmethoden:

Gefäßwand Halsarterien: Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße extrakraniell und transkraniell

Mit der Duplexsonographie kann die Gefäßwand der Halsarterien beurteilt werden im Hinblick auf Arteriosklerose, pathologische Verengungen, Gefäßwandeinrisse (Dissektion) etc.

Sie erfolgt extrakraniell ("außerhalb des Schädels") oder transkraniell ("durch den Schädel"). Die transkranielle Duplexsonographie kann die Hirnbasisarterien auf Verengungen untersuchen.

Engpässe: Nervenultraschall mit 18Mhz Sonde

Hierbei handelt es sich um eine moderne  Untersuchungsmethode, die hochauflösend periphere Nerven untersuchen kann im Hinblick auf Engpasssyndrome wie zum Beispiel Carpaltunnelsyndrom und Ulnarisrinnensyndrom.

Hirnströme: Digitale Elektroenzephalographie (EEG) mit 2 Remoteauswertestationen

Bei der EEG-Untersuchung werden die Hirnströme aufgezeichnet. Sie hat große Bedeutung in der Diagnostik von Epilepsien und anderen Bewusstseinsstörungen unklarer Ursache.

Nervenleitgeschwindigkeit: Elektroneurographie (ENG)

Methode zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit, die eine große Bedeutung in der Diagnostik von Erkrankungen der peripheren Nerven hat zum Beispiel Polyneuropathie bei Diabetes mellitus, Nervenverletzungen nach Unfällen, Nerveneinklemmungssyndrom etc.

Muskelzellen: Elektromyographie

Methode zur Ableitung der Muskelzellpotenziale, die bei willkürlicher Aktivierung eines Muskels auftreten. Sie wird sowohl zur Diagnostik von Erkrankungen der einen muskelversorgenden Nervenfaser wie auch Erkrankungen der Muskelzelle selbst (Stoffwechselerkrankung, Entzündungen) eingesetzt.

Sehnerv: Visuell evozierte Potenziale (VEP)

Methode zur Untersuchung der Funktion des Sehnervs. Häufig eingesetzt bei vor allem bei Sehnervenentzündung.

Sensible Nervenbahnen: Sensibel evozierte Potenziale

Methode zur Untersuchung der sensiblen Nervenbahnen im Zentralen Nervensystem (ZNS). Wird eingesetzt zur Diagnostik bei Multipler Sklerose, Stoffwechselstörung etc.

Hörbahnen: Akustisch evozierte Potenziale

Methode zur Untersuchung der Hörbahnen im Zentralen Nervensystem (ZNS). Wird eingesetzt bei vor allem bei Erkrankungen des Hirnstammes.

Gehirn-Rückenmark-Muskulatur: Magnetisch evozierte Potenzial (MEP)

Methode zur Messung der Funktion der motorischen Nervenbahnen zwischen Gehirn und Rückenmark beziehungsweise Rückenmark und Muskulatur. Wird eingesetzt bei verschiedenen Erkrankungen der Motorik

Über die Möglichkeit weiterer spezieller elektrophysiologsicher Untersuchungen sowie einer Testung des autonomen Nervensystems in unserem neurophysiologischen Labor informieren wir Sie gerne auf Anfrage.