Sektion Akutgeriatrie

Unser Behandlungsangebot

Nach der Aufnahme im Krankenhaus wird der Patient/-in zuerst wie in den anderen medizinischen Bereichen auch untersucht und ggf. weitere Diagnostik eingeleitet.

Die Erfassung der Krankengeschichte erfordert eine gründliche Auflistung bekannter Erkrankungen und abgeschlossenen oder laufenden Behandlungen, insbesondere mit Arzneimitteln.

Danach beginnt schon ein weiterer diagnostischer Prozess, der sich geriatrisches Assessment nennt. Es handelt sich dabei um eine systematische Befundaufnahme funktioneller, sozialer, affektiver  und  kognitiver Aspekte, die es möglich machen erhaltene Fähigkeiten und Defizite nach Art und Ausmaß zu erfassen.

Dies macht es möglich ein individuelles Profil jedes Einzelnen mit den bereits vorhandenen Defiziten, aber unter Berücksichtigung der noch bestehenden Fähigkeiten und des Unterstützungsangebotes, anzufertigen.

Damit kann nun nach Absprache mit Patient/-in und Angehörigen ein medizinischer und funktioneller Behandlungsplan entwickelt werden. 

Im Laufe der meist mehrwöchigen Behandlung wird wöchentlich im Rahmen einer Teamkonferenz, bei der die aktuellen funktionellen Befunde besprochen werden, geprüft ob die Behandlungsziele erreicht sind oder angepasst werden müssen und auch die Therapien werden dabei überprüft.


Welche Patienten kommen in die Akutgeriatrie ?

Die Patienten der Akutgeriatrie werden nicht wie bei anderen medizinischen Fachgebieten durch Schädigungen an Organen oder Geweben, wie z.B. dem Herz, bestimmt, sondern aufgrund des Lebensalters und ihrer Multimorbidität.

Das Alter beträgt in der Regel zumindest 75 Jahre, die meisten sind älter als 80 Jahre. Die Patienten leiden unter dem gleichzeitigen Vorliegen mehrerer Erkrankungen zumeist der inneren Organe, des Nervensystems und Bewegungsapparates ( Multimorbidität ). Allerdings sind andere Organsysteme ebenso betroffen.

Häufig finden sich bei Ihnen typische Symptomkonstellationen wie Sturzneigung und Stürze, Schwindel, Einschränkungen der Beweglichkeit, der Hirn- und Sinnesleistungen sowie eine verminderte Belastbarkeit von Körper und Geist und Gefühlswelt.