Qualitätsindikatoren

Behandlungsqualität nachhaltig verbessern

Wer sich verbessern will muss seine Ergebnisse messen!

Das tun wir mithilfe sogenannter Qualitätsindikatoren. Sind deren Ergebnisse auffällig, werden unsere Versorgungsprozesse eingehend analysiert, um eventuelle Schwachstellen zu erkennen und zu beheben. Zu diesem Zweck befassen wir uns zusätzlich zur gesetzlichen Qualitätssicherung eingehend mit folgenden verschiedenen Qualitätsindikatoren:

German Inpatient Quality Indicators (G-IQI)

Die Berechnung der Ergebnisse dieser Indikatoren basiert auf der Auswertung von Abrechnungsdaten (§ 21 Datensatz), die wertvolle Informationen zur Versorgungsqualität liefern.

Sie erfassen sämtliche behandelten Fälle des zu messenden Leistungsbereichs und weisen Sterblichkeits- und Komplikationsraten aus. Außerdem werden für die Beurteilung relevante Mengeninformationen und Behandlungstechniken erfasst.

Der Fokus auf Sterblichkeitsdaten macht die Indikatoren aus Routinedaten überprüfbar und manipulationssicher. Die Ergebnisse zu diesen Indikatoren für unser Klinikum aus dem aktuellen Verfahrensjahr können Sie hier einsehen.

Aber das Klinikum Straubing befasst sich mit diesen Indikatoren nicht alleine sondern in einem Zusammenschluss von Krankenhäusern in kommunaler, konfessioneller oder privater Trägerschaft und Universitätsklinika: Der Initiative Qualitätsmedizin (IQM).

Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

Das Klinikum St. Elisabeth Straubing war 2009 als
Gründungsinitiator dieser Qualitätsinitiative beigetreten und ist
bis heute aktives Mitglied. Durch unsere aktive Teilnahme unter
anderem im Lenkungsausschuss Indikatoren der Initiative prägen wir bis
heute die konkrete Arbeit mit den Indikatoren.

Siegel der Initiative Qualitätsmedizin (IQM)

IQM ist die erste trägerübergreifende Initiative zur medizinischen Qualitätssicherung in Deutschland. Alle IQM Mitgliedskliniken verfolgen ein gemeinsames Ziel: die kontinuierliche Verbesserung der Versorgungsqualität in der Medizin.

Dabei erfüllen wir nicht nur den gesetzlich geforderten Mindeststandard, sondern gehen im Interesse bester Medizin und größtmöglicher Patientensicherheit deutlich darüber hinaus. Dies beinhaltet auch die regelmäßige Information der Öffentlichkeit über medizinische Qualitätsdaten. Die aktuellen Ergebnisse für unsere Einrichtung können sie hier einsehen.

Neben der Qualitätsmessung auf Basis von Routinedaten und deren zeitnaher Veröffentlichung ist für die Mitglieder von IQM das aktive Qualitätsmanagement durch so genannte Peer Reviews verbindlich. Dabei werden im Rahmen trägerübergreifender Begehungen vor Ort Abläufe durch leitende Ärztinnen und Ärzte überprüft, um im kollegialen Austausch eine kontinuierliche Verbesserung von Behandlungsergebnissen zu erzielen.

Weitere Informationen über die Initiative Qualitätsmedizin

Qualitätsindikatoren für kirchliche Krankenhäuser (QKK)

Das Klinikum St. Elisabeth Straubing ist auch Gründer der Qualitätsinitiative QKK: Qualitätsindikatoren für kirchliche Krankenhäuser.

Neben der Nutzung spezifischer Indikatorensets aus Routinedaten kümmern wir uns als kirchliche Initiative besonders um die Versorgung besonders schutzbedürftiger Patienten

Logo der Qualitätsindikatoren für kirchliche Krankenhäuser

Gerade demente, behinderte oder sterbende Patienten können ihre Bedürfnisse mitunter nicht nachdrücklich genug artikulieren und bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit in dieser leistungsverdichteten Medizin. So erfassen dieses Indikatoren zum Beispiel wie intensiv sterbende Patienten von dem unterstützenden palliativmedizinischen Angebot profitieren.

Wir vergleichen unsere Qualitätsergebnisse regelmäßig mit denen anderer Kliniken und nehmen an einem Verfahren zur Überprüfung und Verbesserung der eigenen Behandlungsprozesse durch ausgewiesene Experten aus anderen Kliniken, den Peer Reviews teil. Als Teil unseres Selbstverständnisses ist uns die ständige Weiterentwicklung unserer Behandlungsqualität wichtig.

Qualitätssicherung aus Routinedaten (QSR)

Die AOK hat in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Institut der AOK, dem WIdO, Indikatoren entwickelt, die die Versorgung in häufigen und wichtigen Leistungsbereichen abbildet und dabei auch Informationen vor und nach dem Krankenhausaufenthalt mit einbezieht.

Diese Indikatoren schließen neben der Mortalität auch spezifische Komplikationen mit ein und stellen deshalb für uns eine besondere Quelle der Information zur Qualitätsverbesserung dar. Wir analysieren diese Ergebnisse jährlich und leiten Maßnahmen zur verbesserten Versorgung ab.

Qualitätsbericht

Der Qualitätsbericht soll Patienten und einweisende Ärzte über unser Klinikum informieren. 

Seit dem Jahr 2003 sind alle zugelassenen deutschen Krankenhäuser gesetzlich dazu verpflichtet, regelmäßig strukturierte Qualitätsberichte zu veröffentlichen. Mit dem Bericht können Krankenkassen Auswertungen vornehmen und für Versicherte Empfehlungen aussprechen. Krankenhäusern können durch den Qualitätsbericht zusammenfassend ihre Leistungen und ihre Qualität darstellen.