Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Schultereckgelenksprengung

Bei dieser Verletzung handelt es sich um die Zerrung beziehungsweise den Riss der Bänder zwischen dem Schlüsselbein und dem Schulterblatt (Ligamentum coracoclaviculare und acromioclaviculare). Die Verletzung entsteht durch Sturz auf den ausgestreckten Arm oder direkt auf die Schulter, zum Beispiel beim Radfahren, aber auch im Alltag.  

Symptome

Die Betroffenen bemerken neben lokalen Schmerzen über dem Schultereckgelenk eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung der Schulter und je nach Anzahl der verletzten Bänder ein Höherstehen des äußeren Endes des Schlüsselbeins. Diese federnde Fehlstellung wird dann als „Klaviertasten-Phänomen“ bezeichnet.  

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch eine ausführliche Befragung des Patienten, eine klinische Untersuchung des Schultergelenkes und durch eine spezielle Röntgenaufnahme beider Schultergürtel, gegebenenfalls ist eine MRT-Untersuchung der Schulter notwendig. 

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Schweregrad der Bandverletzung ist eine konservative (keine Operation) oder operative Therapie erforderlich. Die konservative Therapie beinhaltet neben der schmerzlindernden Medikation oft eine kurzfristige Ruhigstellung mittels Schlinge und überlappender funktioneller Physiotherapie. Bei höhergradigen Bandverletzungen ist oft eine operative Therapie erforderlich. Hier stehen je nach Verletzungsmuster verschiedene Operationsmöglichkeiten zur Verfügung.  In der minimalinvasiven Technik wird in Schlüssellochtechnik  (Arthroskopie) ein Anker-Faden-System eingebracht, welches die Bänder imitiert. Es ist hier keine Materialentfernung erforderlich. Manchmal ist die Versorgung mit einer sogenannten Hakenplatte notwendig. Hier wird das Schultereckgelenk mit einer Titanplatte überbrückt. Eine Materialentfernung ist hier nach circa 3 Monaten erforderlich.