Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Oberarmkopfbruch (Humeruskopffraktur)

Der Bruch des Oberarmkopfes ist eine häufige Verletzung, die infolge eines Sturzes auf die Schulter auftritt. Besonders betroffen sind Patienten mit einer Osteoporose sowie Sportler, die sturzgefährdende Sportarten (Rad, Ski, Motorrad) ausüben. 

Symptome

Direkt nach dem Sturz treten starke Schmerzen im Bereich der Bruchzone auf. Das Schultergelenk kann schmerzbedingt kaum noch bewegt werden. Häufig spürt der Verletzte das Aneinanderreiben der Knochenenden. Meist wird später ein ausgeprägter Bluterguss sichtbar. 

Diagnose

Zur Beurteilung, ob lediglich eine starke Prellung oder tatsächlich ein Bruch vorliegt, sind Röntgenaufnahmen erforderlich. Dadurch lassen sich auch Typ und Schweregrad des Knochenbruches erkennen. Mit Hilfe der Röntgenaufnahmen kann dann entschieden werden, ob eine operative Versorgung erforderlich ist. Brüche, bei denen die Bruchenden stark gegeneinander verschoben sind (stark disloziert), werden operiert. Nicht wesentlich dislozierte Brüche können durch eine vorübergehende Ruhigstellung und anschließende Krankengymnastik behandelt werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei starker beruflicher oder sportlicher Belastung empfehlen wir häufig auch bei Brüchen, deren Bruchenden nur gering verschoben sind, die Operation, da die Nachbehandlungszeit verkürzt und die Ergebnisse in der Regel günstiger sind. Die Technik der Operation hängt von der Frakturform ab. Ist nur ein Knochenstück abgesprengt, genügt meistens die Stabilisierung mit Schrauben. Kompliziertere Frakturen mit 3 oder 4 Knochenstücken erfordern die Stabilisierung mit Nägeln oder Platten, bei Trümmerbrüchen ist eventuell der Ersatz des Kopfes durch eine Prothese erforderlich.