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„Wir sind nicht Hiesige und Zugroaste – wir sind eins.“
Seit Januar 2026 ist Alejandro Teil unserer Integrationsabteilung – und fühlt sich im Klinikum bereits gut angekommen. „Es ist alles sehr entspannt gestartet“, erzählt er lächelnd. Nur die vielen neuen Namen seien noch eine kleine Herausforderung. „Aber das gehört dazu. In ein paar Wochen sieht das bestimmt schon anders aus.“
Internationale Erfahrung mit Herz und Haltung
Alejandro stammt aus Kolumbien und lebt seit fast 15 Jahren in Deutschland. Beruflich bringt er beeindruckende internationale Erfahrung mit: Rund 20 Jahre war er für Menschenrechts- und internationale Organisationen tätig, unter anderem auch für die UNO. Zuletzt arbeitete er als Kolumbien- und Menschenrechtsreferent beim Ökumenischen Büro für Frieden und Gerechtigkeit in München, wo er eine Stelle mit aufgebaut und maßgeblich geprägt hat.
Seine Arbeitsschwerpunkte lagen in der Menschenrechtsarbeit, der Unterstützung von Geflüchteten sowie in der politischen Bildungsarbeit. Als Referent und Dozent vermittelte er Inhalte zu Integration, gesellschaftlicher Teilhabe und interkulturellem Verständnis – Themen, die ihn auch heute noch antreiben. Der Wechsel ans Klinikum war für ihn eine bewusste Entscheidung: „Die Menschenrechtsarbeit ist sehr erfüllend, aber auch sehr zeitintensiv und mit vielen Reisen verbunden. Ich wollte beruflich etwas verändern, um mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen – ohne dabei den inhaltlichen Kern meiner Arbeit ganz aufzugeben.“ In der Integrationsarbeit unseres Hauses sieht er viele Parallelen: „Es geht auch hier um Rechte, um Teilhabe und um faire Chancen für alle.“
Sprache als Schlüssel
Als gebürtiger Kolumbianer kennt Alejandro die Herausforderungen beim Ankommen in einem neuen Land aus eigener Erfahrung – insbesondere beim Thema Sprache. „Deutsch ist nicht einfach“, sagt er schmunzelnd. „Artikel, Deklination, Aussprache – das fordert einen jeden Tag.“ Umso größer ist sein Respekt vor allen internationalen Mitarbeitenden, die sich dieser Aufgabe stellen. „Sprache ist der Schlüssel zur Integration – im Beruf und im Alltag.“ Seine eigenen Sprachkenntnisse hat er sich über viele Jahre erarbeitet. Dass er heute zwischen Kulturen vermittelt, sieht er auch als persönliche Bereicherung: „Ich kenne beide Perspektiven – die der internationalen Fachkräfte und die der deutschen Arbeitswelt. Das hilft mir sehr in meiner jetzigen Aufgabe.“
Integration im Klinikum weiter stärken
Aktuell arbeitet sich Alejandro intensiv in die bestehenden Prozesse ein. Gemeinsam mit den Kolleginnen der Integrationsabteilung ist er für die Rekrutierung und das Onboarding internationaler Pflegefachkräfte zuständig. Darüber hinaus begleitet er die Pflegefachkräfte während ihrer Anerkennungsphase als Pflegefachkraft und in den ersten Monaten danach. Besonders wichtig ist ihm dabei, dass sich alle Pflegefachpersonen an ihn wenden, wenn es Schwierigkeiten, Fragen oder Anliegen gibt.
Mit Blick auf die kommenden Monate wünscht er sich vor allem eines: mehr Sichtbarkeit für die Integrationsarbeit – sowohl intern als auch extern. „Viele wissen gar nicht, was hier im Haus in diesem Bereich alles geleistet wird. Dabei ist das ein großer Beitrag – für unser Klinikum, aber auch für die Gesellschaft.“
Wir freuen uns sehr, mit Alejandro einen engagierten, erfahrenen und international versierten Kollegen gewonnen zu haben – und wünschen ihm weiterhin einen guten Start, viele inspirierende Begegnungen und viel Freude bei seiner wichtigen Arbeit in unserem Haus.

