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Von Biofuels bis Biokatheter – Klinikum öffnet Türen für Studierende

(05.08.2025)

Rund 50 internationale Studierende besuchten kürzlich den dritten Clinical Day am Klinikum Straubing 

Der Clinical Day am Klinikum Straubing ist eine praxisnahe Ergänzung zur englischsprachigen Vorlesung von Dr. Albert Solleder, der seit etwa zehn Jahren am Campus Straubing der Technischen Universität München (TUM) über den Einsatz nachwachsender Rohstoffe und Nachhaltigkeit in der Medizin lehrt.

Was vor einem Jahrzehnt mit einem kleinen Seminar und sieben Studierenden begann, ist heute eine etablierte Lehrveranstaltung mit 287 Teilnehmerinnen und Teilnehmern verschiedenster Fachrichtungen – von Chemie über Biologie bis zur Ökonomie. Ziel ist es, die Möglichkeiten alternativer Materialien in medizinischen Anwendungen zu erforschen: Etwa biobasierte Herzkatheter, sich selbst auflösende Implantate oder umweltfreundlichere Desinfektionsmittel.

Dr. Solleder bringt dabei mehrere Perspektiven ein: Als Dozent, als Chirurg im MVZ des Klinikums Straubing – und als Bürgermeister der Stadt. Sein Einsatz für nachhaltige Lösungen ist somit nicht nur akademisch, sondern auch praktisch und kommunalpolitisch verankert. Als Initiator des Clinical Day setzt er sich dafür ein, dass internationale Studierende die theoretischen Inhalte direkt mit der medizinischen Praxis im Klinikum verbinden können. 

Der Clinical Day bringt Theorie und Praxis zusammen: An vier Stationen im Klinikum erhielten die Studierenden Einblicke in den Klinikalltag – mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und medizinische Innovation.

Prof. Dr. Sebastian Maier, Chefarzt der Kardiologie, zeigte aktuelle interventionelle Materialien wie Stents und Schrittmacher im Einsatz. Auf dem Hubschrauberlandeplatz stand die Notfallmedizin im Fokus – inklusive Diskussion über den Einsatz von Kunststoffen bei Notärzten und mögliche Alternativen wie Biofuels, geleitet durch Oberärztin Dr. Kristina Graf der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerzmedizin. Ihr Kollege Funktionsoberarzt Dr. Paul Schubert vermittelte an einer weiteren Station praktische Übungen zur Reanimation. Im Schockraum wurde unter Anleitung der Anästhesistin und Oberärztin Alexandra Marquardt über den CO₂-Ausstoß von Inhalationsgasen gesprochen und mögliche Alternativen wie Regionalanästhesie thematisiert.

I. Medizinische Klinik

Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerzmedizin

MVZ Chirurgie