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Senioren wieder auf die Beine bringen

(02.06.2020)

Dr. Peter Euler wird ärztlicher Leiter der neuen Akutgeriatrie des Klinikums St. Elisabeth an der Klinik Bogen, die im Herbst starten soll.

Der Internist und Neurologe Dr. Peter Euler wird die Akutgeriatrie des Klinikums St. Elisabeth an der Klinik Bogen mit multiprofessionalem Team aufbauen. Der 58-Jährige ist voller Freude, sich dieser neuen Aufgabe zu stellen, um die Versorgung älterer Menschen nach einer Akutbehandlung zu verbessern. Für die Führungsposition ist der erfahrene Altersmediziner wie geschaffen, da er schon mehrmals geriatrische Abteilungen in Krankenhäusern eingerichtet hat. Seit 2017 arbeitet Dr. Euler als Chefarzt und Ärztlicher Direktor in der Schlossklinik Rottenburg.

Neben einer großen Expertise verfügt der neue ärztliche Leiter der Akutgeriatrie in der Klinik Bogen, über umfassende Fachkenntnisse wie die Weiterbildung Geriatrie sowie die Zusatzbezeichnung Physikalische Therapie. Beide Fachgebiete sind für die optimale ganzheitliche Behandlung der Patienten ab 75 Jahren von großer Bedeutung.

Dr. Euler arbeitet seit 1996 in der Altersmedizin – zuerst in Nordrhein-Westfalen und seit 2003 in Bayern, wo er Chefarzt in verschiedenen geriatrischen Abteilungen war und sich ein großes Können auf diesem Gebiet aneignete. An der Tätigkeit in der Klinik Bogen reize ihn die Chance, zu gestalten und nicht zu verwalten, betont Dr. Euler.

Die Altersmedizin beschreibt Dr. Euler als junge Disziplin. 1994 sei die erste bayerische Klinik für geriatrische Rehabilitation in Betrieb gegangen – am Standort Rottenburg. Geriatrische Konzepte hätten seither immer mehr Einzug in die Akutkrankenhäuser gehalten. Der weiße Fleck in der altersmedizinischen Gesundheitsversorgung in der Region Straubing werde nun mit der Akutgeriatrie in der Klinik Bogen geschlossen.

Seit 2009 gebe es in Bayern das Fachprogramm Akutgeriatrie, um die altersmedizinische Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau sicherzustellen. In der Regel gehe es um Senioren über 75 Jahre, die aufgrund ihres Alters an mehreren Krankheiten leiden. Der akutgeriatrische Blick richte sich nicht nur auf das akute Problem wie Schlaganfall oder Schenkelhalsbruch, sondern nehme den gesamten Menschen mit all seinen Facetten in den Blick. Auf Basis der vorhandenen Fähigkeiten und Defizite werde seine frühfunktionale Rehabilitation bereits während des Krankenhausaufenthalts durchgeführt. Dr. Euler sagt: „Ziel ist, die Alltagskompetenz des älteren Patienten in einem realistischen Rahmen wiederherzustellen, damit er nach Hause zurückkehren kann.“

Kennzeichen der akutgeriatrischen Arbeit ist ein multiprofessionelles Expertenteam, das gemeinsam Therapiepläne entwickelt. Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialdienst tauschen sich in Teamsitzungen regelmäßig aus. Jeder leistet einen wichtigen Beitrag, damit die betagten Patienten rasch auf die Beine kommen und ihren Alltag wieder selbstständig meistern können.

Dr. Euler wohnt in Regensburg, ist verheiratet und hat einen erwachsenen Sohn. In seiner Freizeit geht der gebürtige Rheinländer gerne spazieren und kommt mit seiner Frau, die auch Ärztin ist, in der Natur zur Ruhe – bevorzugt beim Wandern und Radfahren. Nach seinem Lebensmotto gefragt nennt Dr. Euler spontan den Sinnspruch „Carpe diem“ („Nutze den Tag“). Als Arzt lerne er von seinen Patienten, im Hier und Jetzt zu leben und Träume umzusetzen.