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Neue Immuntherapie für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren
Das Kopf-Hals-Tumorzentrum am Klinikum St. Elisabeth verwendet diese Therapie bereits und startete Anfang Dezember mit der Behandlung des ersten Patienten. „Wir versorgen unsere Patienten nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand. Dabei ist es uns wichtig, ihnen moderne Therapiemöglichkeiten zeitnah anzubieten“, sagt Prof. Dr. Antoniu-Oreste Gostian, Chefarzt der HNO-Klinik.
Der Patient habe einen Kopf-Hals-Tumor im fortgeschrittenen Stadium und könne von der neuen Therapie profitieren, berichtet Oberarzt Dr. Moritz Allner, Koordinator des Kopf-Hals-Tumor-Zentrums. Die neuen Medikamente richten das körpereigene Immunsystem gegen den Tumor. Immuntherapien nach einer Kopf-Hals-Tumor-Operation – also als sogenannte adjuvante Therapie – sind in der Kopf-Hals-Onkologie bereits etabliert. Die Anwendung der Immuntherapie bereits vor der Operation (neoadjuvante Therapie) ist dagegen völlig neu. Ziel dieses Ansatzes ist es, den Tumor schon vor dem Eingriff mit dem körpereigenen Immunsystem anzugreifen und möglichst stark zu verkleinern.
Durch die Kombination aus dieser Vorbehandlung, der anschließenden Operation und der individuellen Nachbehandlung – Immuntherapie plus Bestrahlung mit oder ohne Chemotherapie – lassen sich die Heilungschancen deutlich verbessern und die gesamte Behandlung deutlich effektiver gestalten. „Dies ist vor allem bei Kopf-Hals-Tumoren in fortgeschrittenen Stadien besonders wichtig, da diese generell eine schlechte Prognose aufweisen“, sagt Dr. Allner. -urs-

