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Nephrologie wird eigenständige Klinik

(27.03.2026)

PD Dr. Geis übernimmt Leitung, Zertifizierung krönt jahrzehntelange Aufbauarbeit unter Prof. Haag-Weber

Zum April 2026 wird am Klinikum St. Elisabeth Straubing die Klinik für Nephrologie als eigenständige Hauptabteilung etabliert. Mit der Neugründung reagiert das Klinikum auf die steigende Zahl nephrologischer Patienten sowie auf die zunehmende Komplexität von Nierenerkrankungen, die häufig Schnittstellen zu anderen internistischen und intensivmedizinischen Fachbereichen erfordern.

Die neue Klinik schafft optimale Voraussetzungen für eine hoch spezialisierte, patientenorientierte Versorgung – sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Moderne Nierenersatzverfahren, Transplantationsmedizin sowie die enge Vernetzung mit niedergelassenen Dialysezentren in Niederbayern werden gebündelt, um eine lückenlose Betreuung sicherzustellen. Ziel ist es, Patienten mit komplexen Nierenerkrankungen bestmöglich zu versorgen und gleichzeitig die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen zu stärken.

Neue Chefärztin ist ausgewiesene Expertin mit breiter klinischer, wissenschaftlicher und organisatorischer Erfahrung

Privatdozentin Dr. Lisa Geis übernimmt die Leitung der neuen Klinik als Chefärztin und wird zugleich die ärztliche Führung des KfH-Nierenzentrums Straubing verantworten. Sie bringt umfassende Erfahrung in der Dialyseversorgung, Transplantationsmedizin und Behandlung komplexer Nierenerkrankungen mit und betont ausdrücklich, dass die bestehende Leistung der Sektion Nephrologie unter Professor Dr. Marianne Haag-Weber, insbesondere im Bereich der Peritonealdialyse – einer schonenden, zu Hause oder stationär möglichen Dialyse über das Bauchfell – überregional hohes Ansehen genießt. Professor Dr. Haag-Weber geht in den Ruhestand, und PD Dr. Geis wird die erfolgreiche Arbeit gemeinsam mit dem gesamten Team fortführen und weiter ausbauen.

Neu zertifiziert – Vorreiterrolle in Niederbayern

Die Nephrologie wurde im März als Nephrologische Schwerpunktklinik von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) als „Nephrologische Schwerpunktklinik“ mit Bestnoten zertifiziert. Sie ist damit die erste zertifizierte Schwerpunktklinik für Nephrologie in Niederbayern und die 12. in ganz Bayern. 

Besonders hervorzuheben ist, dass diese Zertifizierung noch kurz vor dem Ruhestand von Professor Dr. Marianne Haag-Weber erreicht wurde, die die Sektion seit 1997 aufgebaut und über Jahrzehnte geprägt hat. Durch ihr langjähriges Engagement hat sie maßgeblich dazu beigetragen, dass die Nephrologie in Straubing seit vielen Jahren bundesweit bekannt und anerkannt ist. Auf dieser starken Grundlage konnte die Auszeichnung in bemerkenswert kurzer Zeit erlangt werden – eine Leistung, die den Weg für die jetzige Umwandlung in eine eigenständige Klinik entscheidend geebnet hat.

Aus Sicht des Audit-Teams handelt es sich um eine „nephrologische Klinik mit Vorzeigecharakter“, die „sehr gut in dem von hoher Interdisziplinarität geprägten Klinikum Straubing vernetzt, etabliert, akzeptiert und hoch angesehen“ ist. Größe und Leistungsspektrum der Klinik übersteigen die üblichen Mindestanforderungen.

Beste Voraussetzungen für eine hochspezialisierte, zukunftsorientierte Versorgung

Mit der Einrichtung der eigenständigen Klinik für Nephrologie stärkt das Klinikum St. Elisabeth Straubing gezielt seine spezialisierten Versorgungsstrukturen. „Die Gründung der Klinik für Nephrologie setzt bewusst auf Spezialisierung und stärkt die zukunftsorientierte, patientennahe Versorgung in Straubing und ganz Niederbayern“, betont Daniel Albus, Geschäftsführer des Klinikums. Gleichzeitig werden die Ausbildungs- und Weiterbildungsstrukturen für Assistenzärztinnen und -ärzte weiter ausgebaut, um die hohe Qualität der nephrologischen Medizin langfristig zu sichern.