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Länger schmerzfrei gehen
Ab November gibt es ein neues Angebot für Menschen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (paVK), der sogenannten Schaufensterkrankheit: Die Klinik für Gefäßchirurgie am Klinikum St. Elisabeth gründet gemeinsam mit dem Vital-Sportverein Straubing 1958 eine betreute Gehsport-Gruppe. Die Gruppe trifft sich einmal wöchentlich. Übungsleiter ist Prof. Dr. Thomas Betz, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie. Anmeldung und weitere Informationen gibt es bei der Klinik für Gefäßchirurgie unter Telefon 09421 710-1521. Ziel des Gehsport-Trainings ist es, die schmerzfreie Gehstrecke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verlängern und ihre Mobilität im Alltag zu verbessern.
Gezieltes Gehtraining Therapie der ersten Wahl
Im Klinikum St. Elisabeth werden zahlreiche Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit behandelt. Bei einer eingeschränkten Gehstrecke gilt ein gezieltes Gehtraining als Therapie der ersten Wahl, erklärt Prof. Betz. Besonders wirksam sei das Training, wenn es regelmäßig und unter fachlicher Aufsicht stattfinde.
„Der präventive Gedanke ist uns besonders wichtig“
Nach dem Vorbild bestehender Herzsport-Gruppen entsteht deshalb nun ein spezielles Bewegungsangebot für Menschen mit Schaufensterkrankheit. „Der präventive Gedanke ist uns besonders wichtig“, betont Prof. Betz. Um die Gruppe fachgerecht betreuen zu können, hat der Chefarzt eine entsprechende Rehasport-Qualifikation und die Übungsleiterlizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes erworben. Im November soll das Training beginnen. Nach Angaben der Initiatoren handelt es sich um die einzige Gehsport-Gruppe dieser Art, die von einer gefäßchirurgischen Klinik in Ostbayern angeboten wird.
Gruppe unterstützt, motiviert zu trainieren
„In unserer Sprechstunde erleben wir immer wieder, dass Patienten mit eingeschränkter Gehstrecke nach einem halben Jahr erneut zu uns kommen, weil das empfohlene Gehtraining ohne Anleitung nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat“, berichtet Prof. Betz. Die neue Gruppe soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei unterstützen, kontinuierlich, richtig dosiert und motiviert zu trainieren.
Vorhandene Risikofaktoren reduzieren
Neben einem strukturierten Gehtraining über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten empfehlen medizinische Leitlinien, vorhandene Risikofaktoren konsequent zu reduzieren. Dazu gehören insbesondere der Verzicht auf das Rauchen sowie eine gute Einstellung von Blutdruck und Blutzucker. Konservative Maßnahmen können nach den Erfahrungen des Gefäßmediziners beachtliche Erfolge erzielen: „In vielen Fällen bessern sich die Beschwerden deutlich oder verschwinden sogar, sodass keine weiteren Eingriffe notwendig sind.“ -urs-

