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Krebsprävention beginnt lange vor der Diagnose

(21.09.2026)

Krebspräventionswoche Deutsche Krebshilfe: Was jeder im Alltag für seine Gesundheit tun kann

Krebsprävention beginnt lange vor einer Diagnose. Bewegung, Ernährung, Sonnenschutz und der Umgang mit Tabak und Alkohol gehören ebenso dazu wie Impfungen und Krebsfrüherkennung. Das Onkologische Zentrum und die Betriebsmedizin am Klinikum St. Elisabeth Straubing nehmen die Krebspräventionswoche der Deutschen Krebshilfe zum Anlass, zu zeigen, was sich im Alltag konkret tun lässt.

30 Minuten Bewegung – und Treppen statt Aufzug

Mehr Bewegung muss kein Sportprogramm bedeuten. Schon alltägliche Aktivitäten können einen Unterschied machen. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen 150 bis 300 Minuten moderate Bewegung pro Woche – beispielsweise fünfmal 30 Minuten zügiges Gehen.

Auch Treppensteigen ist dabei mehr als nur ein Weg von einer Etage zur nächsten: Eine aktuelle Übersichtsarbeit mit Daten von mehr als 400.000 Menschen zeigt, dass regelmäßiges Treppensteigen mit einem deutlich geringeren Risiko für einen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. 

Wie viel Bewegung dafür nötig sein könnte, zeigt eine große britische Langzeitstudie: Bereits etwa fünf Treppenläufe beziehungsweise rund 50 Stufen täglich waren mit einem mehr als 20 Prozent niedrigeren Risiko für atherosklerotische Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden – verglichen mit Menschen, die keine Treppen stiegen.

Das lässt sich leicht in den Alltag integrieren: Treppen statt Aufzug, zu Fuß zum Einkaufen, eine Runde in der Mittagspause oder mit dem Fahrrad zum Ziel. Für mehrere Krebsarten gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass regelmäßige körperliche Aktivität mit einem geringeren Erkrankungsrisiko verbunden ist.

Prävention beginnt in jedem Alter

Schon Kinder und Jugendliche können lernen, was zu einem gesunden Lebensstil gehört. Das Klinikum vermittelt diese Themen mit „Klinikum goes school“. Dabei geht es unter anderem um Ernährung, Bewegung, Nikotin und Alkohol, Sonnenschutz und Impfungen.

Im Berufsleben können Sitzen, Zeitdruck oder Schichtarbeit Bewegung und gesunde Ernährung erschweren. Hier setzt die heuer gestartete Initiative Mitarbeitergesundheit des Klinikums an. Beteiligt sind die Bereiche Integrative Onkologie, Betriebsmedizin, Nachhaltige Entwicklung und Küche. Sie entwickeln alltagstaugliche Angebote rund um Ernährung, Bewegung und Gesundheitsbewusstsein für die Mitarbeitenden im Klinikum.

Ein weiterer Ansprechpartner für Gesundheitsförderung im Arbeitsleben ist die Betriebsmedizin. Die Ärzte der Betriebsmedizin am Klinikum stehen nicht nur den Beschäftigten des Klinikums zur Verfügung, sondern beraten auch Unternehmen und Einrichtungen außerhalb des Klinikums. Die Betriebsmediziner kommen bei Bedarf direkt in die jeweiligen Betriebe und Institute und beraten vor Ort – beispielsweise zu gesundem Arbeiten, Prävention und dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit.

Auch im höheren Alter bleibt Bewegung wichtig. Neben Ausdauer gewinnen Kraft, Beweglichkeit und Gleichgewicht an Bedeutung. Spaziergänge, Radfahren, Gartenarbeit oder einfache Übungen zu Hause können dabei helfen, aktiv zu bleiben.

Kleine Schritte zählen

Für einen gesundheitsbewussten Alltag muss nicht alles gleichzeitig verändert werden. Regelmäßige Bewegung, eine abwechslungsreiche Ernährung, Sonnenschutz und der Verzicht auf Tabak sind wichtige Ansatzpunkte. Hinzu kommen empfohlene Impfungen und Krebsfrüherkennungsangebote.

Wie Gesundheitsförderung praktisch aussehen kann, zeigt das Klinikum unter anderem mit dem Onko-Fit-Lauf, den das Onkologische Zentrum gemeinsam mit dem FTSV im Rahmen des Gäubodenvolksfestlaufs veranstaltet. Die Integrative Onkologie unterstützt Menschen mit und nach einer Krebserkrankung unter anderem rund um Bewegung und Ernährung.

Die Krebspräventionswoche macht damit auf ein Thema aufmerksam, das das ganze Jahr relevant ist: Gesundheitsförderung beginnt im Alltag – und in jedem Alter.

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