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Gefäße von innen behandeln

(05.07.2019)

Dr. Honervogt ist neuer Leiter der Gefäßchirurgie im Klinikum St. Elisabeth

Dr. Bernhard Honervogt ist neuer Leiter der Sektion Gefäßchirurgie am Klinikum St. Elisabeth. Als erfahrener Endovaskulärer Chirurg möchte er in Straubing die Verfahren dieses jungen Spezialgebiets ausbauen - das sind neue Methoden, kranke Gefäße von innen zu behandeln. „Die Zukunft der Gefäßchirurgie gehört den endovaskulären Verfahren. Sie werden die Zahl der reinen offenen Operationen senken und das OP-Trauma für die Patienten verkleinern.“ Der 54-jährige Facharzt für Chirurgie war zuletzt in Albstadt (Baden-Württemberg) im Zollernalb-Klinikum als Leitender Oberarzt tätig.

Heute sei es in vielen Fällen möglich, die gefährliche Erweiterung der Hauptschlagader (Aortenaneurysma) über einen kleinen Leistenschnitt von innen zu versorgen, statt über eine Bauchoperation mit großem Schnitt, nennt der neue Sektionsleiter ein Beispiel für endovaskuläre Verfahren. Am städtischen Zollernalb-Klinikum habe er ähnlich viele Patienten am Aortenaneurysma operiert wie die Uniklinik Tübingen, berichtet Dr. Honervogt von seinem sehr guten Ruf. „Patienten, die früher an die Uniklinik geschickt wurden, kamen zu uns.“ Etwa 30 bis 50 endovaskuläre Eingriffe im Bauch- und Brustkorbbereich waren es durchschnittlich im Jahr.

Seine Aufgabe in Straubing werde es sein, offene Operationsverfahren mit endovaskulären Methoden zu kombinieren und die endovaskuläre Gefäßchirurgie auszubauen. Es habe ihn gereizt,  die Gefäßchirurgie am Klinikum St. Elisabeth weiterzuentwickeln. Mit 54 Jahren sei ein guter Zeitpunkt, nocheinmal etwas Neues anzufangen: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Zudem sei Straubing eine sehr schöne Stadt. In Oberschneiding hat Dr. Honervogt ein Haus gemietet. Der bisherige Leiter der Gefäßchirurgie am Klinikum St. Elisabeth, Dr. Christoph Weber, steht dem Team mit seiner großen operativen Erfahrung weiter als leitender Oberarzt zur Seite.

Nach dem Studium der Humanmedizin in Gießen (Hessen) arbeitete Dr. Honervogt acht Jahre lang am Klinikum der Stadt Soest (Nordrhein-Westfalen). Dort machte er eine Facharzt-Ausbildung zum Chirurgen und absolvierte eine Weiterbildung als Facharzt für Gefäßchirurgie. 2001 wechselte Dr. Honervogt zum Zollernalb-Klinikum, wo er 18 Jahre lang tätig war und 2015 die Zusatzbezeichnung Endovaskulärer Chirurg erwarb.

Dr. Honervogt ist im hessischen Dillenburg geboren, verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Als Katholik engagiert er sich auch in der Kirche - egal ob als Wortgottesdienstleiter oder im Kantorendienst. Früher leitete er einen Kirchenchor und wenn es sich mit seiner neuen Tätigkeit vereinbaren lässt, würde er wieder in einem Chor singen. Auch Kochen, Tauchen und Reisen zählen zu seinen Interessen. Im Juni war er mit seinen beiden Söhnen in Ägypten beim Tauchen. -urs-