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Fachwissen, das heilt: Neue Wundexpertise stärkt die Versorgung in der Gefäßchirurgie

(08.01.2026)

Cora Wagner und Dr. Univ. Annaba Ali Badrouni berichten im Doppelinterview über ihren Abschluss als Wundexperten ICW und darüber, wie die Zusatzqualifikation den Klinikalltag und die Versorgung der Patientinnen und Patienten verbessert.

Cora Wagner ist Gesundheits- und Krankenpflegerin und arbeitet seit 30 Jahren am Klinikum St. Elisabeth Straubing. Seit vier Jahren ist sie sowohl in der gefäßchirurgischen Ambulanz als auch im MVZ Gefäßchirurgie tätig und betreut dort regelmäßig Patientinnen und Patienten mit chronischen Wunden.
Dr. Univ. Annaba Ali Badrouni ist seit September 2024 Oberarzt an der Klinik für Gefäßchirurgie. Der gebürtige Tunesier absolvierte sein Medizinstudium in Algerien und arbeitet seit 2014 in Deutschland. Nach Stationen unter anderem in Wörth und am Universitätsklinikum Regensburg wechselte er im September 2024 nach Straubing.


Was hat Sie motiviert, die Qualifikation zum Wundexperten ICW zu absolvieren?

Cora Wagner:
Die Motivation ist direkt aus meinem Arbeitsalltag entstanden. Hinter jeder Wunde stehen unterschiedliche Faktoren, die es zu verstehen gilt, um die Versorgung individuell darauf abzustimmen. Ich wollte die verschiedenen Wundheilungsphasen sicher einschätzen, das passende Verbandmaterial auswählen und nach den Grundsätzen der modernen Wundversorgung arbeiten. Die Weiterbildung hat mir dafür das notwendige Fachwissen und zusätzliche Sicherheit gegeben. Mir ist es wichtig, Patientinnen und Patienten fachlich fundiert zu begleiten und eine Versorgung anzubieten, die zu ihrer jeweiligen Situation passt.

Dr. Univ. Annaba Ali Badrouni:
Mir ist es wichtig, unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Dabei geht es nicht nur um die chirurgische Behandlung, sondern auch darum, die anschließende Wundheilung aufmerksam zu begleiten und fachgerecht zu unterstützen. Ebenso liegt mir am Herzen, Patientinnen und Patienten, die ambulant aus dem MVZ zu uns kommen, optimal zu betreuen.


Wie war der zeitliche und organisatorische Ablauf der Weiterbildung?

Beide:
Die Weiterbildung umfasste 56 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten. Ergänzt wurde sie durch eine Hospitation in einer Einrichtung, die auf die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden spezialisiert ist. Den Abschluss bildeten eine schriftliche Prüfung sowie eine fünfseitige Hausarbeit.


Welche neuen Kompetenzen oder Methoden können Sie nun im Klinikalltag einbringen?

Beide:
Wir können Wunden jetzt differenzierter beurteilen und schneller erkennen, welche Ursachen zugrunde liegen. Dadurch sind wir in der Lage, das passende Verbandmaterial gezielter auszuwählen und die Versorgung optimal an die jeweilige Wundheilungsphase anzupassen. Zudem erkennen wir Veränderungen frühzeitig, dokumentieren sicherer und können Patientinnen und Patienten noch gezielter beraten.


Vielen Dank für das Gespräch und die Einblicke in diesen wichtigen Bereich der Patientenversorgung.