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Einfach besser hören
Sie gestalteten den 3. Niederbayerischen Hörtag, der zu einem großen Erfolg wurde: Prof. Dr. Antoniu-Oreste Gostian (6.v.l.), Dr. Matthias Müller (links), Dr. Elisabeth Wimmer (3.v.r.), Oberbürgermeister Markus Pannermayr (4.v.r.), Bürgermeister Dr. Albert Solleder (2.v.r.), Dr. Sophie Flandin (rechts) und Prof. Holger Schulze (4.v.l.).
Tinnitus und Hörminderung treten oft gemeinsam auf und können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Aktuellen medizinischen Erkenntnissen, modernen Therapieansätzen und Möglichkeiten der Hörrehabilitation widmete sich der 3. Niederbayerische Hörtag am Samstag im Markmillersaal. Unter dem Motto „Besser hören – weniger Tinnitus“ hatte die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde/Hörklinik Niederbayern des Klinikums St. Elisabeth zu einer öffentlichen Info-Veranstaltung eingeladen.
Ziel der Veranstaltung war es, praxisnahe Informationen zu vermitteln. Dazu waren Referenten aus dem Klinikum, den Uni-Kliniken aus Erlangen und Würzburg, der Deutschen Tinnitus-Liga und vielen Fachverbänden nach Straubing gekommen, um gemeinsam mit den zahlreichen Gästen Lösungen zu finden.
Gutes Hören bis ins hohe Alter
Die Themen beim 3. Niederbayerischen Hörtag zum guten Hören bis ins hohe Alter trafen wohl einen Nerv in der Bevölkerung. Ziemlich voll war der Markmillersaal und Prof. Antoniu-Oreste Gostian, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Klinikum St. Elisabeth, staunte bei seiner Begrüßung über den enormen Publikumszuspruch. Seitens der Stadt nahmen Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Bürgermeister Dr. Albert Solleder am Hörtag teil. Wenn man in Bayern schon etwas zum dritten Mal macht, ist es schon fast Tradition, meinte Pannermayr in seinem Grußwort. Hörminderung und Tinnitus seien Entwicklungen, die sich schleichend bewegen. Dass es Hilfe gibt und wo es die gibt, darüber informiere der Hörtag. Der Oberbürgermeister dankte Prof. Gostian und seinem Team für ihr Engagement in einem wirklich umfänglichen Einsatzgebiet.
Der erste Vortrag von Prof. Holger Schulze aus Erlangen zielte auch gleich auf den Tinnitus, seine Entstehung und neue Behandlungsoptionen. Prof. Schulze stellte ein Modell aus Erlangen vor, wie durch Schwellenverbesserung das Hören bei Tinnitus-Patienten besser wird. Gutes Hören ist für die Menschen unserer Zeit unabhängig von Alter und Lebenssituation ein unersetzbarer Faktor zur Teilhabe an der Gesellschaft im privaten und beruflichen Leben.
Der Hörtag gab ein umfassendes Bild der Herausforderungen, aber auch sehr guten Erfolgsmöglichkeiten bei der Behandlung von Hörbeeinträchtigungen bis ins hohe Alter. Verschiedene Referenten berichteten über Besonderheiten und Erfolge bei der Versorgung von Schwerhörigkeiten aller Art mit Hörgeräten und vor allem Cochlea-Implantaten. HNO-Chefarzt Prof. Gostian hat mit seinem Team am Klinikum eine sehr gute Cochlea-Implantat-Versorgung aufgebaut.
Tinnitus führt oft zu weiteren Krankheiten
Dr. Elisabeth Wimmer ist HNO-Ärztin an der Hörklinik am Klinikum St. Elisabeth. Gemeinsam mit Prof. Gostian hatte sie das Thema „Kann das Cochlea Implantat den Tinnitus bessern?“ gewählt. Mit dem Tinnitus kommen häufig zusätzliche Erkrankungen wie Depressionen, Angst oder Schlafstörungen, sagte die Ärztin und zeigte Wege auf, wann ein Cochlea Implantat sinnvoll erscheint.
Dr. Sophie Flandin aus Würzburg beleuchtete die Hörrehabilitation nach Cochlea Implantat-Versorgung mit Tinnitus. Sie gab Auskunft über die Entstehung des Hörverlustes und des Tinnitus. Nach einer Pause sprachen noch weitere Referenten. Dr. Matthias Müller, Präsident beim Deutschen Schwerhörigenbund war ebenfalls nach Straubing gekommen und sprach ein Grußwort. -wil-
Quelle: Wilfried Schaffrath, Straubinger Tagblatt vom 09.03.2026
Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde/ Niederbayerische Hörklinik

