Medien

Digitalisierung konsequent ausgebaut

(23.01.2026)

Seit Inkrafttreten des Krankenhauszukunftsgesetzes treibt das Klinikum St. Elisabeth Straubing die Digitalisierung gezielt voran. Für Patienten und Mitarbeiter sind die Veränderungen im Alltag deutlich spürbar.

Deutlicher Fortschritt im bundesweiten Vergleich

Laut „DigitalRadar“, das den Stand der Digitalisierung deutscher und internationaler Kliniken misst, hat das Klinikum in den vergangenen Jahren klar aufgeholt. 2021 lag das Haus bei Reifegrad eins von sieben. 2025 erreichte es bereits Stufe drei – und verbesserte sich damit stärker als viele vergleichbare Krankenhäuser. Christine Plötz, Leiterin der Digitalisierung am Klinikum, koordiniert sämtliche Digitalisierungsprojekte und treibt die Umsetzung neuer Technologien konsequent voran.

Digitale Prozesse von Anfang an

Für den Patienten beginnt die Digitalisierung bei der Aufnahme: Daten werden direkt in das System eingegeben, unterschrieben wird auf dem Tablet. Ein Patientenarmband mit Scancode enthält alle relevanten Informationen (im unten verlinkten Video von Elisabeth Strohmeir).  Auf Station erfasst die Pflegefachkraft die Vitalwerte digital und speichert sie in der elektronischen Patientenakte, die dem behandelnden Arzt jederzeit zur Verfügung steht (im Film Magdalena Eder).

Christine Plötz betont, dass diese Fortschritte nur als Teamleistung möglich sind: „Die Digitalisierung betrifft viele Abteilungen – IT, Pflege, Ärzte, Verwaltung – und funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten. Bisher lief alles so gut, weil alle hervorragend Hand in Hand gearbeitet haben.“

Moderne Technik im OP

Im OP-Bereich setzt das Klinikum bereits seit über 20 Jahren auf digitale Unterstützung. Daniel Zollner, Pflegerische Gesamtleitung OP-Bereich, begleitet die kontinuierliche Weiterentwicklung der Systeme und sorgt dafür, dass digitale Abläufe im OP-Team reibungslos ineinandergreifen.

Bereits vor dem Eingriff setzt die digitale Unterstützung an: Im verlinkten Video dokumentiert Anästhesistin Dr. Anna Steinkirchner im Aufklärungsgespräch alle relevanten Angaben elektronisch, prüft Vorerkrankungen und Medikamente und gibt den Patienten anschließend digital zur Narkose frei.

Seit Sommer 2025 arbeitet Oberarzt Dr. Johannes Mickler zusätzlich mit dem neuen „Anästhesie-Informations-Management-System“ (AIMS). Das System erfasst während der Narkose automatisch und lückenlos sämtliche Vitalwerte. Mickler wird dadurch entlastet, kann sich stärker auf den Patienten konzentrieren und profitiert von einer rechtssicheren Dokumentation.

Auch bei orthopädischen Operationen setzt das Klinikum auf moderne Technik: Priv. Doz. Dr. Stefan Grote, Chefarzt Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie nutzt ein digitales Navigationssystem, das ihn bei der präzisen Platzierung von Implantaten unterstützt. Es hilft bei der Bestimmung der passenden Prothesengröße und dokumentiert exakt, in welchem Winkel das Implantat eingesetzt wurde. Sämtliche OP-Daten werden automatisch gespeichert und archiviert.

Technik ergänzt den persönlichen Kontakt

Am Klinikum St. Elisabeth Straubing zeigt sich: Digitale Systeme verbessern Abläufe, erhöhen die Transparenz und stärken die Patientensicherheit. Entscheidend bleibt jedoch, dass alle Beteiligten – IT, Ärzte, Pfleger und Verwaltung – weiterhin eng zusammenarbeiten und der direkte Kontakt zum Patienten unverzichtbar bleibt.

Bayerischer Rundfunk vor Ort

Im Januar 2026 war der Bayerische Rundfunk im Klinikum St. Elisabeth Straubing zu Gast und begleitete die Reportage direkt im OP. So konnten Zuschauer einen Einblick in die Abläufe, die Digitalisierung und die Teamarbeit hinter den Kulissen erhalten. Hier geht es zum Beitrag:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/digitalisierung-von-krankenhaeusern-in-bayern-wie-patienten-profitieren-koennen,V96mool