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Das „Fast-Track-Konzept“ beim Gelenkersatz

(05.06.2026)

Unsere Hüft- und Kniespezialisten setzen auf strukturierte Behandlung für eine schnellere Mobilisation

Im Bereich des Gelenkersatzes setzen die Hüft- und Kniespezialisten des St. Elisabeth-Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Straubing, Chefarzt PD Dr. Stefan Grote und Oberarzt Dr. Florian Hammerschmid, auf das sogenannte Fast-Track-Konzept. Beide Ärzte sind Teil der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie, die ein zertifiziertes Endoprothetikzentrum betreibt.

Die Klinik wird seit einigen Jahren regelmäßig in den FOCUS-Gesundheit-Rankings für ihre Leistungen in der Endoprothetik sowie in der Sportmedizin ausgezeichnet.

Schnell wieder auf den Beinen: Die Fast-Track-Revolution beim Gelenkersatz

Früher bedeutete ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk oft zwei Wochen Krankenhausaufenthalt und lange Bettruhe. Heute markiert das „Fast-Track“-Konzept einen radikalen Wendepunkt in der modernen Gelenkchirurgie. Das Ziel: Patienten sollen schneller mobil sein, sich sicherer fühlen, weniger Schmerzen haben und frühzeitig wieder in den Alltag zurückkehren.

Aktivität statt Bettruhe 

Das Konzept beruht auf dem Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen. Bereits vor der Operation wird der Patient zu Aktivität, zum Teil auch in organisierten Schulungen, angeregt und aktiv in den Heilungsprozess eingebunden – er lernt Übungen und bereitet sich körperlich wie mental vor.

Während der Operation kommen in der Regel minimalinvasive, gewebe- und muskelschonende Techniken zum Einsatz, die das Gewebe kaum traumatisieren und so weniger Schmerzen und eine schnellere Mobilität bedeuten. Ergänzend werden moderne Anästhesieverfahren eingesetzt, die eine frühe Mobilisation unterstützen. Auch die physiotherapeutische Behandlung beginnt in vielen Fällen sehr zeitnah nach dem Eingriff.

So können Patienten oft schon am OP-Tag selbst das erste Mal mobilisiert werden und sind dementsprechend frühzeitig wieder selbstständig mobil.

Weniger Komplikationen, mehr Lebensqualität 

Studien belegen, dass die frühzeitige Bewegung das Risiko für klassische Komplikationen wie Thrombosen, Lungenentzündungen oder Infekte signifikant senkt. Zudem wird auf störende Drainagen oder Katheter weitgehend verzichtet, was einerseits auch die damit verbundenen Komplikationen reduziert andererseits aber auch die Bewegungsfreiheit unmittelbar nach der OP erhöht. 

Die Ergebnisse sprechen für sich: Die Verweildauer im Krankenhaus verkürzt sich von früher 14 Tagen auf heute oft nur drei bis sieben Tage. Doch Fast-Track bedeutet nicht „schnelle Abfertigung“. Es ist ein wissenschaftlich fundiertes Behandlungskonzept, das die Selbstständigkeit des Patienten stärkt und Risiken für Komplikationen reduziert. 

Wenn man es übersetzen möchte könnte man metaphorisch sagen mit dem modernen „Fast-Track“ Prinzip ist man auf der „Überholspur“. Bei der Behandlung von Arthrose und einer möglichen Operation kann ein sogenanntes „Fast-Track“-Konzept zu einer schnelleren Mobilisierung und einer früheren Rückkehr in den Alltag beitragen – mit dem gemeinsamen Ziel von Patienten und Behandlungsteam, eine möglichst rasche und nachhaltige Schmerzfreiheit zu erreichen.

Endoprothetikzenturm

Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie