Karriere

Minimalinvasive Chirurgie zum Anfassen

(29.04.2026)

OP-Workshop der Urologie mit interdisziplinärem Fokus. 

Wie fühlt sich präzises Operieren unter realitätsnahen Bedingungen an – ohne Zeitdruck, aber mit maximalem Lerneffekt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen OP-Workshops der Klinik für Urologie am Klinikum Straubing, der am 20. März erneut erfolgreich durchgeführt wurde – und diesmal größer und vielfältiger als je zuvor.

Was im vergangenen Jahr noch als gemeinsame Fortbildung mit der Gefäßchirurgie begann, hat sich 2026 zu einem interdisziplinären Trainingsformat weiterentwickelt: Neben der Urologie und Gefäßchirurgie waren erstmals auch die Viszeralchirurgie, die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie die Gynäkologie beteiligt. Organisiert wurde der Workshop – wie bereits im Vorjahr – von Dr. Gilfrich und Dr. Stefanie Herrmann, Assistenzärztin Klinik für Urologie. Mit dem klaren Ziel, jungen Ärztinnen und Ärzten praxisnahe Einblicke in moderne Operationstechniken zu ermöglichen.

Im Zentrum stand dabei das operative Training an Tierorganen, das unter realistischen Bedingungen ein intensives Üben minimalinvasiver Verfahren erlaubt. An insgesamt vier Laparoskopie-Arbeitsplätzen konnten die Teilnehmenden ihre Fertigkeiten im Umgang mit Kamera, Instrumenten und Gewebe gezielt vertiefen. Ergänzt wurde das Setting durch einen hochmodernen DaVinci-Arbeitsplatz, an dem robotisch assistierte Eingriffe geübt wurden.

Auch fachübergreifende Aspekte kamen nicht zu kurz: Für die Gefäßchirurgie und die HNO standen spezielle Carotis-Präparate zur Verfügung, an denen komplexe Eingriffe unter kontrollierten Bedingungen trainiert werden konnten. Diese Kombination aus Spezialisierung und interdisziplinärem Austausch machte den Workshop besonders wertvoll.

Die Veranstaltung wurde durch zwei Unternehmen unterstützt, die nicht nur die technische Ausstattung bereitstellten, sondern damit auch einen wichtigen Beitrag zur ärztlichen Weiterbildung leisteten.

Der Workshop richtete sich in erster Linie an Assistenzärztinnen und -ärzte – also an jene, die sich am Anfang ihrer operativen Laufbahn befinden. Ihnen bot sich die seltene Gelegenheit, Techniken zu üben, „Fehler“ zu machen und daraus zu lernen, ohne unmittelbare Konsequenzen.

Das Fazit fällt entsprechend klar aus: Der OP-Workshop ist nicht nur ein bewährtes Fortbildungsformat, sondern entwickelt sich zunehmend zu einer Plattform für interdisziplinäres Lernen und kollegialen Austausch – praxisnah, innovativ und mit direktem Mehrwert für die medizinische Versorgung von morgen.

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