Karriere
„Lebenslanges Lernen bereichert – beruflich und privat“
Herzlichen Glückwunsch zum Masterabschluss! Welchen Studiengang haben Sie absolviert und was hat Sie dazu motiviert?
Maria Laußer: Vielen Dank! Ich habe den Master of Science Berufspädagogik für Gesundheit und Pflege an der Technischen Hochschule Deggendorf abgeschlossen. Nach meinem Bachelorabschluss in Pflegepädagogik 2016 bin ich in die Pflegedirektion/Pflegeentwicklung gewechselt. Im Laufe meiner Tätigkeit war für mich klar: „Den Master wollte ich auf jeden Fall noch draufsetzen.“ Mein heutiges Aufgabengebiet mit Projekten zur Stationsorganisation, Fort- und Weiterbildung sowie der papiergestützten und digitalen Dokumentation hat mich darin bestärkt. Hinzugekommen im Verlauf der letzten Jahre ist noch die fachliche Leitung der digitalen Dokumentation. Meine Zusammenarbeit auf allen Ebenen in der Pflege setzt eine kommunikative und soziale Kompetenz voraus. Mit der Verzahnung meiner fachlichen Erfahrungen aus meiner Zeit auf Intensivstation am UKR mit der Pädagogischen Weiterentwicklung ist für mich eine Grundlage für mein gesamtes Arbeitsfeld.
Beruf, Studium und Privatleben gleichzeitig zu meistern, ist eine große Herausforderung. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?
Maria Laußer: Einfach war es phasenweise nicht. Ich habe überwiegend in Vollzeit gearbeitet, die Vorlesungen fanden freitags und samstags statt. Dafür braucht es ein gutes Zeit- und Organisationsmanagement – und natürlich die eigene Motivation. Wenn der Antrieb für ein Studium wirklich da ist, weiß man um die Herausforderung und meistert sie auch. Eine große Unterstützung war für mich mein privates Umfeld, insbesondere mein Mann, der immer hinter mir stand.
Was hat Sie im Studium besonders begeistert?
Maria Laußer: Besonders geprägt haben mich die Projektarbeiten mit meinen Kommilitoninnen und Kommilitonen und die gemeinsame Erarbeitung von Studienarbeiten. Der Austausch und die unterschiedlichen Perspektiven waren für mich sehr bereichernd.
Welche Erkenntnisse aus dem Studium können Sie nun in Ihrer Arbeit einsetzen?
Maria Laußer: Ein Pädagogikstudium wird häufig mit Schule oder Weiterbildung verbunden. Tatsächlich vermittelt es aber ein sehr breites Wissen – von Methodik, Didaktik und Rhetorik über Prozess- und Projektmanagement bis hin zu Gesundheitswissenschaft, Forschung, Psychologie, Recht, Ethik und Betriebswirtschaft. Diese vielfältigen Kompetenzen sind eine sehr gute Grundlage für meine Arbeit in der Pflegedirektion und Pflegeentwicklung.
Welchen Tipp geben Sie Kolleginnen und Kollegen, die über ein berufsbegleitendes Studium nachdenken?
Maria Laußer: Man sollte sich vorher genau überlegen, in welchem Bereich man studieren möchte, und verschiedene Hochschulen und Studiengänge vergleichen. Wenn möglich, würde ich eine Probevorlesungen empfehlen. Wichtig sind außerdem Fragen wie: Wie hoch sind die Präsenzzeiten und Kosten? Welche Unterstützung gibt es? Und lässt sich das Studium mit Beruf und Familie vereinbaren? Auch die eigene Disziplin und der persönliche Lerntyp spielen eine große Rolle.
Jetzt ist der Master geschafft – worauf freuen Sie sich am meisten?
Maria Laußer: Ganz ehrlich: auf mehr freie Zeit! Ich freue mich darauf, die zusätzliche private Taktung durch das Studium loszulassen und wieder mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben. Spontane Treffen, Unternehmungen und freie Wochenenden, ohne im Hinterkopf zu haben, dass noch eine Prüfungsleistung ansteht – darauf freue ich mich sehr.
Was bleibt für Sie persönlich aus dieser Zeit?
Maria Laußer: Die Erkenntnis, dass Lernen nie aufhört. „Das Wichtigste ist, dass wir lebenslang lernen und jeder Tag uns beruflich und privat bereichert.“ Diesen Gedanken nehme ich nicht nur aus dem Studium mit, sondern auch in meine weitere Arbeit in der Pflegeentwicklung.
Fazit: Mit ihrem Masterabschluss hat Maria Laußer nicht nur einen persönlichen Meilenstein erreicht, sondern auch wertvolle Kompetenzen für die Weiterentwicklung der Pflege gewonnen. Ihre Kombination aus langjähriger Praxiserfahrung, pädagogischer Expertise und Freude an Veränderung ist eine wichtige Bereicherung für die Pflegedirektion und das gesamte Klinikum.
Bildtext: Gratulierten Maria Laußer zu ihrem erfolgreichen Masterabschluss (von links): Stellv. Leiter der Pflegedirektion Franz Lermer, Assistentin der Pflegedirektion Silvia Ernst, Absolventin Maria Laußer und Pflegedirektor Hubert Langmantl.

