Karriere
Gastroenterologie, Engagement und Nachwuchsförderung im Blick
Frau Dr. Wenig, welche Aufgaben übernehmen Sie als Oberärztin und welche Schwerpunkte möchten Sie künftig setzen?
Als Oberärztin gehören die Betreuung stationärer und ambulanter Patientinnen und Patienten, die Supervision der Assistenzärztinnen und Assistenzärzte, die Durchführung und Befundung sonographischer, funktioneller und endoskopischer Untersuchungen sowie die Koordination komplexer diagnostischer und therapeutischer Entscheidungen zu meinen Aufgaben. Ein mir sehr wichtiger Bestandteil meiner Tätigkeit ist die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses. Es macht mir Freude, Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Weiterbildung zu begleiten und klinische Erfahrung weiterzugeben. Ich möchte für das Team eine verlässliche Ansprechpartnerin sein – sowohl in medizinischen als auch in organisatorischen Fragestellungen. Weiterhin möchte ich die Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie erwerben und auf diesem Weg fundiertes Wissen vertiefen sowie meine Fertigkeiten in der komplexen interventionellen Endoskopie weiter ausbauen.
Welche Entwicklungen in der Inneren Medizin finden Sie derzeit besonders spannend?
Ein sehr dynamisches Feld ist die interventionelle Endoskopie. Die technischen Fortschritte eröffnen hier kontinuierlich neue Möglichkeiten. Zudem sehe ich großes Potenzial in der Nutzung von künstlicher Intelligenz in der Endoskopie. Aktuell verwenden wir sie etwa zur Unterstützung der Polypendetektion und zur Qualitätsverbesserung bei Untersuchungen.
Sie sind seit Juni Oberärztin der Med I. Wie war Ihr bisheriger Werdegang?
Nachdem ich die berühmte Tier-Frage im Bewerbungsgespräch mit Herrn Prof. Weigert anscheinend zufriedenstellend beantworten konnte, durfte ich mich ab Anfang 2024 als Assistenzärztin im 5. Weiterbildungsjahr zum Team der der I. Medizinischen Klinik zählen. Die Anmeldung und Zulassung zur Facharztprüfung waren etwas kräftezehrend. Letztendlich durfte ich mich Ende März 2026 der Facharztprüfung stellen und absolvierte diese erfolgreich. Seit Juni 2026 bin ich nun als Oberärztin in der I. Medizinischen Klinik tätig.
Wo haben Sie Medizin studiert und wie entstand Ihr Interesse für die Innere Medizin und die Gastroenterologie?
Ich habe direkt nach dem Abitur Humanmedizin an der Universität Regensburg studiert. Während des Praktischen Jahres hat sich mein Interesse für die Innere Medizin entwickelt. Das Innere Tertial habe ich in der Klinik Bogen absolviert. Die dort internistisch tätigen Ärztinnen und Ärzte konnten mich für das Fach nachhaltig begeistern und motivierten mich täglich, das Beste für die Patientinnen und Patienten zu geben. Die Vielseitigkeit des Fachs sowie die enge Verbindung von differentialdiagnostischem Denken und verschiedenen Therapiemöglichkeiten haben mich sofort angesprochen. In Bogen habe ich dann einen Oberarzt als ersten Mentor gefunden, der in mir die Begeisterung für die Gastroenterologie entfacht hat, da es sich um ein sehr abwechslungsreiches Fachgebiet mit einer spannenden Kombination aus klinischer Medizin, moderner Diagnostik und interventionellen Verfahren handelt.
Wir wünschen einen guten Start im neuen Aufgabengebiet!
Schnellfragerunde:
Lieblingsbuch oder Podcast?
Ich habe mehrere Lieblingsbücher. In den letzten Jahren hat mich „Eine Frage der Chemie“ besonders berührt.
Berge oder Meer und wo?
Definitiv Berge. Wo, ist nicht entscheidend, sondern mit wem.
Lieblingsessen?
Cordon bleu von Oma und Rouladen von Mama.

