II. Medizinische Klinik - Innere Medizin, Kardiologie, Konservative Intensivmedizin, Angiologie

Invasive Unterstützungssysteme (Impella, IABP)

In seltenen Fällen ist das Herz nach einem Herzinfarkt oder im Rahmen einer akuten Herzschwäche nicht mehr in der Lage, genug Blut in den Körperkreislauf zu pumpen. In diesen Situationen, in denen sich das Herz in einem Schockzustand befindet, kann man mittels kleiner Pumpen das Herz unterstützen. Diese kleinen Pumpen sind weniger invasiv als eine Herz-Lungen-Maschine, aber sehr wirkungsvoll. So kann die lebensbedrohliche Zeit des Herzversagens überbrückt werden. Die Pumpen funktionieren nach 2 unterschiedlichen Prinzipien. Eine Pumpe wird in der Körperschlagader kurz vor dem Herzen platziert und sorgt für eine bessere Durchblutung der Herzkranzgefäße, indem durch Aufblasen eines Ballons für einen kurzen Moment, das Blut länger Zeit hat, in die Herzkranzgefäße zu strömen, wodurch die Durchblutung des Herzens verbessert wird.

Die andere Pumpe funktioniert ähnlich wie ein kleiner Propeller in der linken Herzkammer. Sie saugt das Blut aus dem Herzen heraus, das sich sonst durch die verminderte Herzfunktion dort stauen würde und bringt es in den Körperkreislauf.

Beide Methoden sind nur als Überbrückung geeignet und führen trotz der hervorragenden Technik bei zu stark geschädigten Herzen nicht zum dauerhaften Erfolg.