Hals-Nasen-Ohrenheilkunde | Kopf-Hals- und Plastische Gesichtschirurgie

Mikrochirurgie des Ohres

Hörverbessernde Operationen

Das Gehör ist neben dem Sehen die wichtigste Sinnesfunktion des Menschen um mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten. Zahlreiche Erkrankungen können das Gehör und auch weitere wichtige Funktionen wie das Gleichgewichtsorgan und die Bewegungsfunktion der mimischen Muskulatur (Fazialisnerv) beeinträchtigen. Seit Gründung der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ist die Mittelohrchirurgie ein Schwerpunkt. Die beteiligten Operateure verfügen über jahrzehntelange Erfahrung. Regelmäßige Teilnahme an Operationskursen sichert die hohe Qualität.

Die Erhaltung oder Verbesserung des Gehörs kann am besten mittels Mikrochirurgie im Ohr erfolgen. Mögliche Spätfolgen wie z.B. eine Hirnhautentzündung durch eine längere Zeit bestehende chronische Entzündung im Mittelohr, können somit vermieden werden.

Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen Ihrer Ohrprobleme können sein:

  • Chronische Schleimhauteiterung mit Loch im Trommelfell und wiederkehrende Entzündungen mit Ohreiterung
  • Cholesteatom d.h. chronische Knocheneiterung bedingt durch Eindringen von Haut der Trommelfellaußenfläche oder des angrenzenden Gehörgangs ins Mittelohr mit schrittweiser Zerstörung des Mittelohres und benachbarter Strukturen
  • Folgen von Verletzungen z. B. des Trommelfells oder von Schädelbrüchen
  • Otosklerose: Versteifung des Steigbügels am Übergang zum Innenohr
  • Entzündungen, Verengungen oder Verknöcherungen im Gehörgangsbereich
  • Chronische Belüftungsstörungen des Mittelohres im Kindes- und Erwachsenenalter

Vorteile der Mikrochirurgie

Ziele, die wir mit den mikrochirurgischen Ohreingriffen zum Vorteil der Patienten verfolgen:

  • Minimalinvasives Vorgehen
  • nur kleine Schnitte vor oder hinter dem Ohr, die später kaum zu sehen sind
  • kaum Beschwerden nach der Operation
  • kurzer stationärer Aufenthalt
  • Vermeidung von Spätkomplikationen
  • Verbesserungen oder Erhalt des Gehörs
  • Vorbereitung für eine spätere Hörgeräteversorgung
  • Steigerung der Lebensqualität

Wie wird die Operation durchgeführt?

Zwei wichtige mikrochirurgische Eingriffe zur Erhaltung oder Verbesserung des Hörvermögens sind unter dem Begriff „Tympanoplastik“ zusammengefasst. Dies ist der operative Verschluss des Trommelfells und der wiederherstellende Eingriff an den Gehörknöchelchen.

Die Strukturen im Mittelohr sind sehr klein, daher wird unter Einsatz eines Mikroskopes operiert. Dabei können Verknöcherungen, chronische Knocheneiterungen oder Fehlbildungen korrigiert und behandelt werden. Das Mikroskop ermöglicht auch die Darstellung der Gehörknöchelchen und falls erforderlich deren Rekonstruktion. Wenn möglich wird dazu das körpereigene Material verwendet, im Bedarfsfall stehen auch moderne Mittelohrimplantate zur Verfügung.

Die Narkoseverfahren zur Operation werden entsprechend den Erfordernissen und in Abstimmung mit dem Patienten ausgewählt. 

Chronische Knocheneiterung (Cholesteatom)

Cholesteatom-Operation

Steigbügel-Ersatz (Stapedotomie)

Stapedotomie

Bruch des Steigbügels (Stapesfraktur)

Stapesfraktur