Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerzmedizin

Die Jet- Ventilation

Ein besonderes Narkoseverfahren bei Hals-, Nasen- und Ohreneingriffen

Einsatzgebiet 
  • Stimmbandoperationen
  • Kehlkopfeingriffe durch den Mund

Für Operationen am Kehlkopf und den Stimmbändern kann, wenn der Beatmungsschlauch für die Vollnarkose die Sicht beeinträchtigt, auch mit einer dünnen Sonde (Vergleich: Tubus 10 – 11 mm Durchmesser, Sonde unter 3 mm) beatmet werden.

Allerdings kann damit nicht die normale Atmung imitiert werden wie bei der Allgemeinanästhesie, mit 10 bis 15 Atemzügen pro Minute, sondern es werden sehr kurze Luftstöße 100 bis 150 mal pro Minute mit hohem Druck in die Luftröhre abgegeben, die Ausatemluft wird dadurch verdrängt und strömt über den offenen Kehlkopf  nach außen ab.

Weil in der Ausatemluft nicht wie sonst bei Narkosen gemessen werden kann, ob das Kohlendioxid ausreichend aus dem Körper entfernt wird, sind bei längeren Eingriffen regelmäßige Probenentnahmen aus dem arteriellen Blut notwendig, um die Beatmung passend einzustellen.

Dieses Verfahren heißt (high frequency) Jet– Ventilation und wird außerhalb der Kehlkopfchirurgie kaum verwendet. Durch unsere große Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde haben wir für diese Art der Narkosedurchführung viel Erfahrung.