Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Proktologie

Geschwülste des Magens (Gastrointestinale Stromatumore, GIST)

Meist mit minimalinvasiven Eingriffen entfernbar

Bei gastrointestinalen Stromatumoren handelt es sich um Sonderformen von Geschwülsten des Magens und des Dünndarms. Sie haben ein weniger aggressives Wachstum als Karzinome und werden daher den semimalignen Tumoren zugeordnet.

SYMPTOME

Es gibt keine typischen Symptome für diesen Bindegewebstumor. Mögliche Beschwerden sind Bauchschmerzen, eine Verschlechterung des Allgemeinzustands, Verdauungsstörungen sowie Übelkeit und Erbrechen.

DIAGNOSE

Mit einer Magenspiegelung (Gastroskopie) beim Gastroenterologen kann ein Magenkrebs ausgeschlossen werden. Im Zuge der Untersuchung werden auf die Schleimhaut begrenzte Tumore gleich abgetragen. Die Gewebeprobe kann Auskunft über die Art des Tumors geben.

BEHANDLUNG

Gastrointestinale Stromatumore sollten in den meisten Fällen entfernt werden. Dies ist häufig mit minimal-invasiven Verfahren möglich. Die Rendevous-Technik beispielsweise wird mit einer Magenspiegelung kombiniert, um das Ausmaß des Tumors zu bestimmen. Über kleine Schnitte in der Bauchdecke wird der Tumor mit dem Laparoskop abgetrennt. Es folgt eine feingewebliche Untersuchung. Zusätzlich zu dem Eingriff kann eine spezielle Antikörpertherapie erforderlich sein, um das Wachstum des Tumors zu stoppen. Sehr große Tumore werden bisweilen vor der Operation medikamentös verkleinert.

Bei laparoskopischen Eingriffen an Magen oder Dünndarm beträgt die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus meistens 4 bis 7 Tage.