Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Proktologie

Gallensteine

Gallensteine können sich aus ganz verschiedenen Gründen bilden. Kalorien- und fettreiche Ernährung, Übergewicht, Einnahme von Hormonen und höheres Alter fördern das Auftreten von Gallensteinen. Die Gallensteine entstehen so gut wie immer in der Gallenblase und verursachen keine Beschwerden. Ohne Schmerzen müssen die Gallensteine nicht behandelt werden.

SYMPTOME

Bei jedem dritten Patienten entstehen jedoch im Laufe der Zeit Probleme wie Unverträglichkeit von Fett, Übelkeit, Völlegefühl, Blähungen und Schweißausbrüche. Typische Beschwerden sind Schmerzen im rechten Oberbauch, die sich zu Koliken mit krampfartigen Beschwerden steigern können. Ursache hierfür ist, dass ein Stein den Abfluss der Galle behindert. In der Folge ist mit Gelbsucht oder sogar einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung zu rechnen.

DIAGNOSE

Um einen Gallenstein zu erkennen, werden Leber- und Gallewerte im Labor bestimmt. Weitere Daten liefert eine Ultraschalluntersuchung von Gallenblase, Gallengängen und Leber. Mit der Magenspiegelung wird ein Magengeschwür ausgeschlossen.

BEHANDLUNG

Gallengangsteine können mit dem Endoskop herausgeholt werden (ERCP). Ob anschließend die Gallenblase entfernt wird, hängt von den Beschwerden und dem Wunsch des Patienten ab. Anders ist es bei einer Gallenblasenentzündung oder einer anderen Komplikation wie einer Bauchspeicheldrüsen-Entzündung. In diesen Fällen muss sobald wie möglich operiert werden. Der Eingriff erfolgt minimal-invasiv über kleine Schnitte. In der Regel können Patienten etwa drei Tage nach Entfernung der Gallenblase das Krankenhaus wieder verlassen.