Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Proktologie

Gallenblasenkrebs

Gallenblasenkrebs ist sehr selten. Wie der Darmkrebs entsteht er aus gutartigen Wucherungen der Schleimhaut (Polypen, Adenome). Es dauert viele Jahre, bis die Polypen bösartig werden.

SYMPTOME

Wenn Beschwerden auftreten, befindet sich die Krankheit meist in einem fortgeschrittenen Stadium. Ein Hinweis ist es beispielsweise, wenn sich die Galle in die Leber zurückstaut. Begleitet wird dies von einer mangelnden Ausscheidung von Bilirubin, einem Abbauprodukt des Blutes. Ist dies der Fall, färben sich die Haut und das Augenweiß Gelb und die Haut juckt.

DIAGNOSE

Gallenblasenpolypen werden oft zufällig bei einer routinemäßigen Ultraschalluntersuchung entdeckt. Weist der Ultraschall bereits auf ein in Bindegewebe hineinwachsendes Gallenblasenkarzinom hin, können bildgebende Verfahren wie Computertomographie und Magnetresonanztomographie weitere Informationen liefern. Mit einer Schnittbildgebung (Computertomographie oder Magnetresonanztomographie) wird ausgeschlossen, dass der Tumor bereits gestreut hat.

BEHANDLUNG

Patienten mit Gallenblasenpolypen sollten sich die Gallenblase vorsorglich minimal-invasiv entfernen lassen. Damit werden einerseits die Polypen gleich abgetragen. Andererseits können die Polypen im Rahmen einer Gewebeprobe auf Krebsvorstufen beurteilt werden. Bei einem in Bindegewebe hineinwachsenden Gallenblasenkarzinom ohne Metastasen ist eine größere Operation nötig. Dann wird die Gallenblase mit einem Saum an Lebergewebe entfernt. Dieser Eingriff ist nur offen möglich