Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Proktologie

Verwachsungen (Adhäsionen)

Verklebungen im Bauchraum

Unter Verwachsungen versteht man Verklebungen im Bauchraum. Sie treten zwischen den einzelnen Organen oder dem Bauchfell auf.

Warum Verwachsungen entstehen, ist nicht geklärt. Allerdings können Entzündungen oder eine Operation Verwachsungen verursachen. Verwachsungen gibt es in unterschiedlicher Größe. Sie können sich im Laufe der Zeit vermehren, aber auch weniger werden.

Meistens bleiben Verwachsungen unbemerkt, weil sie keine Beschwerden auslösen. Ob der Patient Schmerzen hat, ist unabhängig vom Ausmaß der Verwachsungen. So kann ein einzelner Strang zu chronischen Schmerzen führen und ein stark verwachsener Bauch jahrelang unbemerkt bleiben.

Symptome

Anhand der Beschwerden ist es schwierig, Verwachsungen des Bauchraums zu erkennen. Hinweise können immer wieder auftretende Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen und bei Frauen verstärkte Menstruationsbeschwerden sein. Diese Symptome treten jedoch auch bei anderen Krankheiten auf. Deshalb müssen zuerst alle anderen schweren Erkrankungen mit den gleichen Beschwerden abgeklärt werden.

Diagnose

Oft lassen sich Verwachsungen erst durch einen Eingriff zweifelsfrei erkennen. Erste Informationen liefern die Krankengeschichte des Patienten und die körperliche Untersuchung des Bauchs. Weitere Hinweise geben bildgebende Verfahren wie die Dickdarmspiegelung (Koloskopie), Röntgendarstellung mit Hilfe von Kontrastmitteln sowie die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie. Mit dem Ultraschall sind große Bindegewebsstränge zu sehen.

Behandlung

Für Verwachsungen besteht nur eine Behandlungsmöglichkeit: die Operation. Dabei sollen die Verwachsungen vollständig gelöst werden. Allerdings kann der Eingriff sowohl zu erneuten Verklebungen als auch zu Problemen nach der Operation führen. Daher ist von Fall zu Fall sorgfältig abzuwägen, ob eine Operation sinnvoll ist. Der minimal-invasive Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Ein Wechsel auf ein offenes Verfahren kann während der Operation nötig werden.