Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive Chirurgie und Proktologie

Blinddarmentzündung (Appendizitis)

Bei Kindern und Jugendlichen sehr verbreitet

Ausgangspunkt für eine Blinddarmentzündung ist meistens ein gestörter Abfluss. Wenn der Wurmfortsatz beispielsweise durch Bestandteile der Nahrung verstopft, schwillt seine Schleimhaut an und er entzündet sich. Die Entzündung des Blinddarms wird mit der Zeit immer stärker.

Symptome

Anfangs hat der Patient im Oberbauch oder um den Bauchnabel herum Schmerzen. Diese wandern im weiteren Verlauf in den rechten Unterbauch. Begleitet wird die Blinddarmentzündung von Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Stuhlverhalt. Manchmal bekommen Betroffene auch Fieber.

Diagnose

Nachdem der Patient seine Krankengeschichte berichtet hat, folgen klinische Untersuchung, Blutabnahme zur Klärung von Entzündungswerten und Urinuntersuchung. Bei Frauen ist es wichtig, entzündliche Unterbaucherkrankungen zum Beispiel an den Eierstöcken auszuschließen. Eine Ultraschalluntersuchung des Unterbauchs kann hierzu Hinweise geben.

Behandlung

Bei einer akuten Blinddarmentzündung wird die Entfernung des Blinddarms empfohlen. Der minimal-invasive Eingriff erfolgt im Rahmen einer Bauchspiegelung über drei kleine Schnitte. Die Narben sind später kaum sichtbar. Normalerweise kann der Patient zwei bis drei Tage nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen.