Mit Musik die Sorgen vergessen

Sieben Jahre „Straubinger musizieren für Patienten“ – Förderverein und Klinikum St. Elisabeth sagen Danke. Seit 2010 gibt es die Konzertreihe „Straubinger musizieren für Patienten“. Sie ist eine Erfolgsgeschichte, die Künstlern aus der Region eine kleine Bühne bietet und Kranken eine große Freude bereitet. Die 156. Nachmittagsmusik am Samstag

Mit Musik die Sorgen vergessenMesserschmitt

Gestalteten die 156. Ausgabe von „Straubinger musizieren für Patienten“ im Klinikum. Das erfolgreiche Projekt feierte am Samstag siebenjähriges Bestehen.

Sieben Jahre „Straubinger musizieren für Patienten“ – Förderverein und Klinikum St. Elisabeth sagen Danke

Seit 2010 gibt es die Konzertreihe „Straubinger musizieren für Patienten“. Sie ist eine Erfolgsgeschichte, die Künstlern aus der Region eine kleine Bühne bietet und Kranken eine große Freude bereitet. Die 156. Nachmittagsmusik am Samstag war gleichzeitig die jährliche Dankes-Veranstaltung des Fördervereins und des Klinikums für die Musiker der vergangenen sieben Jahre. Vor gut 100 Gästen im Foyer des Klinikums gestalteten drei Musikgruppen ein buntes Programm, das von ruhig bis beschwingt keine Tonart ausließ und auf die Patientenzimmer übertragen wurde.

Bei „Straubinger musizieren für Patienten“ handelt es sich um ein gemeinsames Projekt des Klinikums sowie des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums. Klinikums-Geschäftsführer Dr. Christoph Scheu bedankte sich beim Förderverein mit Vorsitzender Brigitte Messerschmitt, seine Idee nach dem Vorbild der amerikanischen Mayo Clinic kräftig angeschoben zu haben. Den vielen Musikern dankte er für ihren Beitrag zum Erfolg des Projekts.

Seit Bestehen der Konzertreihe kam die ganze musikalische Bandbreite von Volksmusik über Klassik bis hin zu Rockmusik im Klinikum zu Gehör. Der Kreis der Interpreten weitete sich von Straubing rasch auf den Landkreis, Regensburg und Passau aus, wie Brigitte Messerschmitt betonte. „Künstler quer durch alle Generationen präsentierten sich Patienten und Gästen. Auch viele Schulen unterstützten das Projekt.“

Herzstück der Samstagsmusik ist ein Flügel. In den ersten vier Jahren übernahm der Förderverein die Miete. So harmoniert die Konzertreihe Brigitte Messerschmitt zufolge hervorragend mit dem Vereinszweck, ein menschliches Krankenhaus zu fördern. 2014 erwarb das Klinikum den Flügel. Eine Mikrofonanlage garantiert die Verständlichkeit der Moderatoren.

Das Konzert am Samstag begann sehr entspannt. Mit getragenen Stücken schenkten Bettina Thurner (Gesang), Judith Wagner (Klavier) und Martin Thom (Geige) dem Publikum eine melodiöse Verschnaufpause vom geschäftigen Alltag. Die Werke bildeten den musikalischen Rahmen für nachdenkliche, teils religiös geprägte Texte. Rosemarie Franz und Maria Bayerl riefen in Mundart dazu auf, bei Sorgen zu beten und bei Streit mit dem Partner den ersten Schritt zu tun. „Wo die Liebe wohnt, beginnt ein neues Leben“, lautete Bettina Thurners leidenschaftliche Botschaft, gefühlvoll begleitet an den Instrumenten.

In die Jugend zurück versetzten „zuzwoat“ die Zuhörer mit Titeln der Beatles und ihrer Zeitgenossen. Der Spaß, den Max Artmeier (Gitarre, Gesang) und Toni Zitzelsberger (Gitarre, Mundharmonika, Gesang) an den Oldies haben, sprang rasch über. Spätestens bei „The Boxer“ von Simon und Garfunkel summten einige Zuhörer mit. Mit einer guten Mischung aus langsam und schnell baute das Duo einen Spannungsbogen auf, der mit dem Titel „Yellow Submarine“ seinen Höhepunkt fand und die Zuhörer zum Klatschen animierte.

Als dritte Gruppe entführten Edeltraud Fischer (Klavier) und Johanna Berger (Gesang, Querflöte) das Publikum in die Welt der deutschsprachigen Operette Anfang des 19. Jahrhunderts. Hits aus „Das weiße Rössel vom Wolfgangsee“ durften ebenso wenig fehlen wie aus der beliebten „Csárdásfürstin“. Dabei stand das Thema Nummer eins im Mittelpunkt: die Liebe. Der sehr beeindruckende Auftritt des Frauenduos erntete viel Applaus.

Bei einem Buffet war Zeit zum Kennenlernen und Austauschen. Die Organisation des Erfolgsprojekts liegt in den Händen von Marketing-Chef Franz Stierstorfer vom Klinikum. -urs-

 

 

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