Mit meinem Abstrich stimmt etwas nicht

Dysplasieambulanz des Klinikums zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft. „Mit meinem Abstrich stimmt etwas nicht“ – eine häufige Aussage betroffener Frauen, die sich in der Dysplasieambulanz der Straubinger Frauenklinik vorstellen. Nicht selten schwingen Ängste mit

DysplasiesprechstundeJLehner

Chefarzt Dr. Carsten Scholz (links) und Oberarzt Hans Hermann Dohmen vom Klinikum St. Elisabeth Straubing freuen sich über die Auszeichnung der Deutschen Krebsgesellschaft zur „Gynäkologischen Dysplasiesprechstunde“, in der die Früherkennungsuntersuchung von den Patientinnen am Bildschirm mitverfolgt und erklärt werden kann.

Dysplasieambulanz des Klinikums zertifiziert durch die Deutsche Krebsgesellschaft

 

„Mit meinem Abstrich stimmt etwas nicht“ – eine häufige Aussage betroffener Frauen, die sich in der Dysplasieambulanz der Straubinger Frauenklinik vorstellen. Nicht selten schwingen Ängste mit, wenn im Rahmen der sogenannten Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Frauenarzt  kontrollbedürftige Befunde  aufgefallen sind.   Anders als es der Name vermuten lässt, liegt in den allermeisten Fällen jedoch keine Krebserkrankung vor. Beim Abstrich werden  mit einem kleinen Bürstchen Zellen vom Gebärmuttermund  und -hals entnommen  und  nach  Anfärbung  unter dem Mikroskop betrachtet.

Nur in sehr wenigen Fällen werden dabei Auffälligkeiten festgestellt, die einer weiteren Abklärung bedürfen. Und genau dabei spielt eine besondere Untersuchung eine entscheidende Rolle: bei der sogenannten Kolposkopie, die fast wie eine normale gynäkologische Untersuchung abläuft,  wird das Gewebe mit  einer Speziallupe angeschaut. Die Patientin kann, wenn sie möchte, die Untersuchung am Bildschirm verfolgen, was nach der Erfahrung von Hans Hermann Dohmen, Oberarzt der Straubinger Frauenklinik und Leiter der Dysplasieambulanz, hilft, die Erkrankung zu verstehen und diffuse Ängste abzubauen. Sollte die Notwendigkeit bestehen, kann im Rahmen der Kolposkopie unter mikroskopischer Sicht  eine Gewebeprobe entnommen werden, die genaue Aussagen über die Veränderungen zulässt. In den meisten Fällen kann ein Ausheilen abgewartet  und auf  eine Operation verzichtet werden. Auch bei Veränderungen  in der Scheide und an den   Schamlippen, für die es bisher keine Vorsorgestrategie gibt, kann  diese Untersuchung   wirksam  sein. Wir können somit  bei  größtmöglicher Sicherheit  die Häufigkeit  von Operationen senken  und  den betroffenen Frauen durch Information und Beratung  Ängste zu nehmen, betonte Oberarzt Dohmen.

In den wenigen Fällen, wo eine Operation nicht zu umgehen ist   kommen  moderne  schonende Methoden wie Schlingenabtragungen oder  Laserchirurgie unter Mikroskopsicht zum Einsatz.

Das Engagement der Straubinger Frauenklinik ist nun von der Deutschen Krebsgesellschaft mit der Zertifizierung zur „Gynäkologischen Dysplasiesprechstunde“ ausgezeichnet worden. „Die Zertifzierung unserer Dysplasieambulanz ist ein weiteres wichtiges Element im Netzwerk unseres zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrums“, so Dr. Carsten Scholz, Chefarzt der Frauenklinik. Die Straubinger gehören damit zu den lediglich 123 zertifizierten Gynäkologische Krebszentren in Deutschland, die in einem aufwändigen Prozess nach umfassender externer Begutachtung dieses Zertifikat verliehen bekommen haben. Die Untersuchung und Behandlung findet auf Überweisung der niedergelassenen Frauenärztinnen und Frauenärzte statt.

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