Ministerrat fördert Erweiterung des Klinikums St. Elisabeth

Grünes Licht für 49 Millionen Euro - Neue Intensivstation und Verbesserungen für Patienten. Die Landesregierung fördert den geplanten Erweiterungsbau des Klinikum St. Elisabeth mit 49 Millionen Euro. Das hat der bayerische Ministerrat Anfang dieser Woche beschlossen.

LuftaufnahmeJlehner

Luftaufnahme Klinikum St. Elisabeth Straubing (JL)

 Klinikums-Geschäftsführer Dr. Christoph Scheu freut sich sehr über die öffentliche Förderung des Projekts, dessen Gesamtkosten auf 70 bis 75 Millionen Euro geschätzt werden: „Die Höhe der Förderung zeigt, dass die Landesregierung das Klinikum St. Elisabeth in Straubing als wichtigen Partner für die zukünftige Gesundheitsversorgung der Region schätzt.“ Mit dem Beginn der sehr umfangreichen baulichen Vergrößerung entlang der Donau-Uferstraße ist Ende 2018/Anfang 2019 zu rechnen.

Nach Auskunft von Dr. Scheu bringt das Bauvorhaben viele Verbesserungen für Patienten mit sich. Ein neuer Eingangsbereich an der Uferstraße direkt gegenüber dem Parkhaus erleichtert den Zutritt für Besucher und gehfähige Patienten spürbar, während der bisherige Zugang an der St. Elisabeth-Straße für Liegendpatienten und Rettungsdienste beibehalten werden soll. Die noch existierenden Vier-Bett-Zimmer sollen abgeschafft und dafür die Anzahl der Ein-Bett-Zimmer deutlich erhöht werden. Auch ist geplant, die Gesamtzahl der aktuell 450 verfügbaren Betten auf 475 im Krankenhausbedarfsplan zu steigern.

Das Vorhaben soll durch den Neubau der Intensivstation - die nur noch mit Ein-Bett-Zimmern ausgestattet wird - auch baulich dem Aspekt der Patientensicherheit Rechnung tragen. Die ehemalige Intensivstation wird zur sogenannten Intermediale Care Station (IMC) für Patienten mit erhöhtem medizinischen und pflegerischen Bedarf umgebaut. Hier können Schwerkranke, die nicht mehr auf der Intensivstation bleiben müssen, dank eines erhöhten ärztlichen und pflegerischen Personalschlüssels sowie einer engen apparativen Überwachung besser begleitet werden. Zudem sollen die Funktionsräume der I. und II. Medizinischen Klinik erweitert und die bisherige etwa zehn Jahre alte Herzkatheter-Anlage durch zwei neue Anlagen ersetzt werden.

Mit den öffentlichen Geldern honoriere die Landesregierung den langjährigen Einsatz des Klinikums St. Elisabeth für Qualität in der Medizin und Patientensicherheit, betont Dr. Scheu. „Eine Förderung der Baumaßnahme in dieser Höhe ist aber nur möglich gewesen dank der tatkräftigen Unterstützung der Stadt - die Rede des Oberbürgermeisters Markus Pannermayr beim Gäubodenvolksfest 2016 ist unvergessen - und der fachlich überzeugenden Planung der Bauabteilung des Krankenhausverbundes der Barmherzigen Brüder, die Grundlage für den Antrag war.“

Nach der Aufnahme des Klinikums St. Elisabeth in das Krankenhaus-Förderprogramm 2019 wird laut Dr. Scheu nun mit der Feinplanung für den Erweiterungsbau begonnen. Etwa zwei Jahre soll die Bauzeit betragen. -urs-

 

 

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