Damit chronische Wunden besser heilen

Wundverbund Gäuboden tagte - Dr. Christoph Weber bleibt Vorsitzender..Wenn Wunden nicht abheilen, besteht Gefahr für die Gesundheit. Im Wundverbund Gäuboden haben sich Experten zusammengeschlossen, um Patienten mit chronischen Wunden besser zu versorgen.

Damit chronische Wunden besser heilen

Von links:Kassier Stefan Schmid 1. Vorsitzender Dr. med. Christoph Weber Schriftführerin Frau Heidi Lachner Sprecher Beraterkreis Dr. Jochen Giesler

Bei der Jahresversammlung am Mittwoch in den Räumen von Krankenpflege Protschka wurde Dr. Christoph Weber, Leiter der Sektion Gefäßchirurgie am Klinikum St. Elisabeth, von den Mitgliedern erneut zum Vorsitzenden der Initiative gewählt.

Dem Wundverbund Gäuboden gehört ein wachsender Kreis an Partnern an: Kliniken, niedergelassene Ärzte, Pflegedienste, Apotheken, Sanitätshäuser, Pflegeheime sowie weitere Dienstleister. Gemeinsam bieten sie Patienten in der Region eine gute und lückenlose Behandlung auch über Monate hinweg. Die koordinierte Wundversorgung trägt zum besseren Heilen der chronischen Wunden bei.

Chronische Wunden sind in Deutschland weit verbreitet. Über eine Million Menschen leiden darunter. In der Behandlung existieren nach Aussage von Dr. Weber oft Defizite, die von Netzwerken wie dem Wundverbund Gäuboden behoben werden sollen. Von einer chronischen Wunde spricht man, wenn sie nicht innerhalb von acht Wochen abheilt. Am häufigsten sind drei Arten: das offene Bein, Druckgeschwüre (Dekubitus) und der diabetische Fuß. Die Behandlung offener Wunden kann sich über Monate hinziehen, was mit vielen Arzt- und Pflegebesuchen verbunden ist. Der Alltag der Betroffenen ist dadurch stark eingeschränkt.

Der Wundverbund Gäuboden begleitet die Patienten während der gesamten Erkrankungsphase. Von der Abklärung der Ursache der chronischen Wunde bis hin zur Entwicklung eines individuellen Therapieplans werden alle Möglichkeiten der modernen Wundversorgung im Krankenhaus, ambulant in den Praxen und zu Hause ausgeschöpft. Miteingeschlossen ist die pflegerische und soziale Unterstützung im täglichen Umfeld. Die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Experten garantiert eine erfolgreiche Therapie und verbessert die Lebensqualität.

Bei der Jahresversammlung sprachen die Mitglieder über die verschiedenen Möglichkeiten der Qualifikation zur hochwertigen Wundversorgung. So gibt es den Fachangestellten in moderner Wundbehandlung, ärztliche Zusatzqualifikationen, pflegerische Weiterbildung auf diesem Gebiet und zertifizierte Wundberater oder Wundmanager. An Beispielen aus der Praxis wurden Vor- und Nachteile bestimmter Therapien besprochen.

Die Neuwahlen des Vorstands brachten folgendes Ergebnis: Kassierer wurde Stefan Schmid, Schriftführerin Heidi Lachner und Sprecher Beraterkreis Dr. Jochen Giesler. -urs-

 

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