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Vortrag über Gallensteine, Leber und Bauchspeicheldrüse

Chefarzt Prof. Dr. Obermaier im Operationssaal am Klinikum Straubing

Alkohol, der größte Feind der Leber

Vortrag über Gallensteine, Leber und Bauchspeicheldrüse im AOK-Foyer

Trotz des widrigen Winterwetters hatten doch zahlreiche am Thema interessierte Besucher den verschneiten Weg ins AOK-Foyer gefunden, um zu hören, was zu tun ist, wenn Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse sich bemerkbar machen. Umfassende Auskunft gaben an diesem Abend Prof. Dr. Norbert Weigert und Prof. Dr. Robert Obermair, beide vom Klinikum St. Elisabeth.

Hausherr Hermann Dreyer von der AOK Straubing, war bei seiner Begrüßung selber gespannt auf dieses interessante Thema. Neben ihm waren Dr. Hans Ertl aus Salching für den Ärztlichen Kreisverband und Anton Altschäffel von der Kassenärztlichen Vereinigung als Mitveranstalter anwesend.

Die beiden Professoren vom Klinikum St. Elisabeth haben tagtäglich mit diesen Krankheiten zu tun - und wenn Galle, Leber oder die Bauchspeicheldrüse Probleme machen, verursachen sie Bauchschmerzen.

Die Leber sei Energielieferant und Entgifter, sie spiele beim Stoffwechsel eine zentrale Rolle, entziehe dem Blut gefährliche Stoffe und produziere Galle für die Verdauung. Da die Leber in unserem Körper stark belastet sei, könne es auch mal zu Erkrankungen wie Fettleber, Leberzirrhose und Hepatitis A, B und C kommen. Der Alkohol ist der größte Feind der Leber. Auf Dauer werden erhebliche Schäden ausgelöst - bis hin zum Tod.

Während Prof. Dr. Weigert die Erkrankungen der Leber ausführlich beleuchtete, ging Prof. Dr. Obermair auf die Folgen von Lebererkrankungen ein und zeigte mit eindrucksvollen Bildern eine tumorbefallene Leber sowie eine vom Tumor befreite Leber. Prof. Dr. Obermair schilderte die Möglichkeiten der Chirurgie, bis hin zur Lebertransplantation. Als lebenswichtiges Organ könne der Mensch nicht ohne eine gesunde Leber leben. Die in der Leber produzierte Gallenflüssigkeit, eine für die Verdauung wichtige Flüssigkeit, werde in der Gallenblase zwischengespeichert. Und wenn der Mensch bestimmte Speisen nicht mehr verträgt und Bauchschmerzen bekommt, könne das durchaus Gallenblasensteine als Ursache haben.

Viele seiner Patienten seien „steinreich", mit 20 bis 30 Steinen im Gallengang, erläuterte Prof. Weigert zu den Gallenblasensteinen, die bei Ultraschalluntersuchungen gut zu erkennen seien. Kleine Steine können auch in den Gang wandern und den Gallenabfluss verhindern. Zur Entfernung der Gallenblase sprach Prof. Obermair. „Vor 30 Jahren machten große Mediziner auch große Schnitte", so der Arzt. Das sei heute nicht mehr nötig. Heute wird so etwas quasi durchs „Schlüsselloch" (minimalinvasive Chirurgie) operiert. Bilder einer Gallenblasenoperation unterstrichen die Ausführungen.

Im Klinikum Straubing werden jährlich rund 300 Gallenblasen mit dieser Technik entfernt. Die Bauchspeicheldrüse reagiere ähnlich auf Schädigung wie die Leber. Eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse entstehe entweder durch Alkohol oder durch Gallensteine. Eine schwere Entzündung der Bauchspeicheldrüse könne oft nur mit intensivmedizinischer Behandlung durchgestanden werden. Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse gehören zu den häufigsten Ursachen für den Todesfall an einem Krebsleiden. Wegen anfänglich geringer Symptome werde dieser Krebs oft zu spät erkannt und sei dann nicht mehr heilbar.

Fragen aus dem Publikum und die ausführliche Antworten der beiden Mediziner rundeten den äußerst informativen Vortrag ab.-

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