Von Erkrankungen der Speiseröhre
2. Chirurgisches Agnes-Bernauer-Symposium im Herzogschloss
Das hätte sich die Augsburger Baderstochter Agnes Bernauer und umstrittene Herzog-Albrecht-Gemahlin nicht träumen lassen, dass sie mal Namensgeberin eines Chirurgen-Symposiums wird. Obwohl die Bader einst im Mittelalter auch gewisse chirurgische Behandlungen durchführten. Aus jetziger Sicht allerdings eher brachiale denn heute gängige Schlüsselloch-Chirurgie.
Erkrankungen der Speiseröhre (lateinisch Ösophagus) widmet sich das 2. Chirurgische Agnes-Bernauer-Symposium am Samstag, 9. Juli, 9.30 bis 13 Uhr, im Rittersaal des Herzogschlosses. Zielgruppe ist ausschließlich medizinisches Fachpublikum. Die Leitung der Ärztetagung liegt in den Händen von Prof. Dr. Robert Obermaier, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Minimalinvasive Chirurgie am Klinikum St. Elisabeth. Der Besuch der Veranstaltung wird von der Bayerischen Landesärztekammer mit vier Fortbildungspunkten zertifiziert. Anmeldungen von Ärzten werden im Chefarzt-Sekretariat unter Tel. 09421/710-1501 entgegengenommen.
Das Symposium beschäftigt sich mit Diagnostik und Therapie verschiedener Erkrankungen der Speiseröhre. Im Rahmen eines Brunches diskutieren Ärzte „die häufigsten Probleme in der Diagnostik und Therapie von Ösophagus-Erkrankungen". Es wird auf die für die Wahl der jeweils optimalen Therapie wichtige Diagnosestellung eingegangen. Dies wird unter Beleuchtung der sowohl endoskopisch gastroenterologischen Fragestellungen als auch der radiologischen Bildgebung erfolgen, endoskopische Therapie-Optionen werden ebenfalls aufgezeigt. Ein Referat wird sich mit der aktuellen Strategie in der Behandlung von Zenkerschen Divertikeln beschäftigen.
Der dritte Schwerpunkt liegt auf den malignen, sprich bösartigen Erkrankungen des Ösophagus. „Hier hat die radio-onkologische Betreuung sowohl im neoadjuvanten (in der Onkologie meist Chemo- oder Strahlentherapie zur Verkleinerung des Tumors vor einer Operation) als auch im palliativen Bereich zunehmend Bedeutung gewonnen", so Prof. Obermaier. Die chirurgische Therapie des Ösophagus-Karzinoms sei aktuell immer noch die etablierte Methode mit den bestmöglichen Heilungsaussichten. „Auch hier hat die Entwicklung der minimal-invasiven Techniken nicht halt gemacht", bilanziert der Chirurg. Eine kombiniert laparoskopisch-thorakoskopische Behandlungsoption werde den Patienten des Klinikums St. Elisabeth angeboten.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein Übersichtsreferat zum Thema der Behandlung der gastro-ösophagealen Refluxerkrankung. Auch hier habe sich die laparoskopische Fundoplicatio (Methode zur Reduzierung des Magensäurerückflusses in die Speiseröhre) als gute Therapie-Option etabliert.
Referenten sind Dr. Hannes Häuser, Chefarzt des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie; Privatdozent Dr. Rainer Keerl, Chefarzt der Hals-Nasen-Ohren-Klinik, beide Klinikum St. Elisabeth; Prof. Dr. Jörg Kleeff, Leitender Oberarzt der Chirurgischen Klinik und Poliklinik am Klinikum rechts der Isar der TU München; Porf. Dr. Robert Obermeier, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Minimalinvasive Chirurgie am Klinikum St. Elisabeth; Privatdozent Dr. Christof Schäfer, Strahlentherapie am MVZ Klinikum Straubing GmbH; Dr. Markus Walz, Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Minimalinvasive Chirurgie am Klinikum St. Elisabeth; sowie Prof. Dr. Norbert Weigert, Chefarzt der I. Medizinischen Klinik am Klinikum St. Elisabeth.-mon-








