Typisierungsaktion am Klinikum St. Elisabeth Straubing
Das Sommerfest, das die Klinikleitung alljährlich für ihre Mitarbeiter veranstaltet, bot den Rahmen für eine Typisierungsaktion. Marion Held, die am Klinikum als Krankenschwester arbeitet, ist an Leukämie erkrankt.
Da für sie bisher noch kein passender Stammzellenspender in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei gefunden werden konnte, entschied sich die Mitarbeitervertretung unter Führung von Ulrike Silberbauer-Jurgasch und Raphaela Wild, eine Typisierungsaktion zu starten.
Jede Typisierung kostet 50 Euro und wird von den Krankenkassen nicht übernommen. Um Geld zu sammeln, organisierten die Klinikmitarbeiter eine Tombola. Die Verkäuferinnen setzten ihren ganzen Charme ein, um die Lose an den Mann beziehungsweise an die Frau zu bringen. Viele Loskäufer waren sehr freigiebig, legten auf den Lospreis noch etwas drauf und spendeten so für den guten Zweck. Die 1400 Lose waren schnell verkauft und brachten 1400 Euro in die Kasse.
Aber auch verschiedene Stationen zeigten kollegiales Engagement und sammelten für die Typisierungsaktion Geld, das sie dann in den Spendentopf von Ulrike Silberbauer-Jurgasch warfen. Man habe sich vorgenommen, so Ulrike Silberbauer-Jurgasch, dass man die anfallenden Kosten für die Typisierungsaktion zusammenbekommt. Die Blutabnahme führte Dr. Ursula Sollacher durch - lediglich fünf Milliliter sind für die Typisierung erforderlich. Stimmen erste Gewebemerkmale überein, folgen weitere Tests, für die der Spender wiederum sein Einverständnis gibt, erläuterte Dr. Sollacher.
Die Zahl der Typisierungen hielt sich mit 70 Personen in Grenzen, da viele der Klinikmitarbeiter bereits typisiert sind. Ulrike Silberbauer-Jurgasch hofft zusammen mit dem gesamten Klinikpersonal, dass ein Spender für Marion Held gefunden wird.-eam- Quelle: SR-Tagblatt








