Klinikum St. Elisabeth Straubing GmbH  |  E-Mail: info@klinikum-straubing.de  |  Online: http://www.klinikum-straubing.de

Straubinger musizieren für Patienten

Veranstaltung Johannes von Gott

Lebensgeschichte des Begründers der Barmherzigen Brüder dargestellt

Die Barmherzigen Brüder feiern heuer weltweit das Jahr des heiligen Johannes von Gott. Aus diesem Grund widmete sich das Klinikum St. Elisabeth in Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer des Klinikums mit dem Projekt „Straubinger musizieren für Patienten" diesem Thema. 

Unter dem Motto „Lebensstationen des Ordensgründers der Barmherzigen Brüder „Johannes von Gott" wurde in Text und Musik die Lebensgeschichte dem Publikum näher gebracht. Franz Neuwirth stellte in akribischer Kleinarbeit, verdeutlicht durch geschichtliche Zuordnungen, die einzelnen Stationen des Lebens „Johannes von Gott" dar. Dabei nahm er bekannte, markante Ereignisse der damaligen Zeit zur Hilfe und ordnete sie musikalisch ein. 

Die Darstellung des Ordensgründers begann im Jahr 1495 in Portugal. Seine Lebensstationen wurden in neun Spiel- und Sprechszenen dargestellt. Die wichtigsten Etappen der Lebensgeschichte unterstützte das Brunnerquartett harmonisch, stimmlich hervorragend aufeinander abgestimmt, mit Liedern aus der damaligen Zeit. Pauline Dirscherl, ohne Scheu und für ihre 13 Jahre mit bemerkenswert ausdrucksvoller Stimme, trug Sololieder aus der Zeit des 16. Jahrhundert vor. Begleitet wurde sie am Flügel durch Waltraud Götz-Rigaud. 

Manuel Stegmann verkörperte den kleinen Johannes. Spielerisch dargestellt wurde diese Lebensphase durch einige Kinder der Grundschule St. Peter. In der darauf folgenden Zeit als Soldat unterstand Johannes der Obhut eines Gutsbesitzers, den Harro Messerschmitt verkörperte. 

Johannes Jahre als Soldat bei den Truppen des Kaisers Karl V. brachte Alexander Urban als Kriegswerber, unterstützt durch H. Hillenbrand auf der Trompete und Simon Brunner am Schlagzeug, dem Publikum näher. 

Nach der kriegerischen Zeit erfolgte die Zeit der Umkehr. Johannes widmete sich seiner Familie, las religiöse Bücher und gründete in Granada eine Buchhandlung. Nach vielen Wirrungen und Irrungen wurde er sogar als geistig Verwirrter in eine Anstalt eingeliefert. Die unzumutbaren Zustände und Erlebnisse dort waren entscheidend dafür, dass er sich persönlich für die Kranken einsetzte und sie pflegte. Vom einfachen Volk wurde er geliebt. Ursula Urban, als Sprecherin der Leute, umriss kurz, was er alles für die Patienten tat. Johannes Motto war: „Durch den Körper zur Seele gelangen!" 

Johannes von Gott starb 1550. 1630 wurde er selig, 1690 heilig gesprochen. Damals wie heute wird er als Patron der Hospitäler und Kranken verehrt. Die Barmherzigen Brüder feiern ihren Ordensgründer als Begründer des modernen Krankenhauses. 

Die Bedeutung der Straubinger Aufführung, die in jedes Patientenzimmer übertragen wurde, bekräftigte die Anwesenheit von Patres aus vier verschiedenen Ländern. Pater Seraphin bedankte sich im Namen des Ordens bei der Leitung des Klinikums Dr. Christoph Scheu und vor allem bei Franz Neuwirth und den ehrenamtlichen Sängern und Schauspielern, die diese anschauliche Uraufführung des Ordensgründers „Johannes von Gott" erst ermöglichten.

drucken nach oben