So gesund wie seine Gefäße
„Gute Durchblutung ist wichtig"
Zahlreiche Besucher beim Gefäßtag am Klinikum St. Elisabeth
Die Gefäße werden viel zu wenig als Organ wahrgenommen. Dies untermauerte Dr. Christoph Scheu, Geschäftsführer des Klinikum St. Elisabeth, mit erschreckenden Zahlen: rund 40 Prozent der Todesfälle sind auf Gefäßerkrankungen zurückzuführen. Ein Teil der Bevölkerung nimmt diese Erkrankungen dennoch sehr ernst, dies zeigte der große Zulauf zum Gefäßtag am Klinikum St. Elisabeth am Samstag sehr deutlich. Dieser stand unter dem Motto: „Der Mensch ist so gesund wie seine Gefäße."
In einem Gesundheitscheck wurden wichtige Werte untersucht, so dass sich daraus eine grobe Voreinschätzung von drohenden Erkrankungen ergab. Fünf Vorträge rundeten das Angebot zum bundesweiten Gefäßtag der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirugie ab. Offiziell lud das Klinikum St. Elisabeth zwischen 10.30 und 15 Uhr zum Gefäßtag ein, viele kamen aber schon früher, um sich zu informieren oder den Gesundheitscheck zu absolvieren.
Nierenerkrankungen sind ebenfalls auf Gefäßerkrankungen zurückzuführen, deshalb stellen die ersten Stationen des Gesundheitscheck Blutdruckmessen, Urin- und Blutzuckermessungen dar. Außerdem konnten sich die Patienten neben den bereits genannten Untersuchungen einer Ultraschalluntersuchung der Beingefäße unterziehen. Hier war der Zulauf besonders groß. Es wurde die Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Beinvenen ermittelt, so dass Durchblutungsstörungen frühzeitig erkannt werden.
Eine Reihe von Ausstellern boten ebenfalls wichtige Informationen zum Thema, so hatte die Berufsfachschule für Podologie eine Menge an Tipps zur richtigen Fußpflege parat.
Eine gute Durchblutung ist äußerst wichtig, wie Dr. Christoph Weber, Leiter der Sektion Gefäßchirurgie und Initiator des Gefäßtages, erklärte. Durchblutungsstörungen können eine Reihe von Krankheiten auslösen, deshalb gelte es, das Bewusstsein der Zusammenhänge zu fördern. Filme zeigten den Patienten, wie verschiedene Untersuchungen oder kleine Eingriffe vor sich gehen. Fußdruckmessungen geben Aufschluss über die richtige Anpassung von orthopädischen Schuhen, insbesondere bei Diabetespatienten müssen stark belastete Stellen entlastet werden.
Das Interesse an den Kurzvorträgen war sehr groß. So rückte Professor Dr. Marianne Haag-Weber, Leitende Ärztin des Kuratoriums für Dialyse, die „Vorbeugemöglichkeiten von Nieren- und damit Gefäßerkrankungen" in Mittelpunkt ihrer Ausführungen. Über „Durchblutungsstörungen der Beine-Schaufensterkrankheit" referierte Dr. Christoph Weber. Das Thema „Verengung der Halsschlagader - Risiko Schlaganfall" beleuchtete Dr. Carsten Isenberg, Leiter der Sektion Neurologie. Dr. Andreas Krichbaum vom KfH Gesundheitszentrum stellte den „Diabetischen Fuß" in den Mittelpunkt seiner Ausführungen, während Dr. Hannes Häuser, Chefarzt der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie, das Thema „Schonende Behandlungsmöglichkeiten von Durchblutungsstörungen - von Kopf bis Fuß" den Patienten näher brachte.-eam- Quelle: SR-Tagblatt









