Schmerzen in der Leiste?
Ärztliche Fortbildung
am Samstag, 24. September, im Hotel Asam
Bereits vor 3500 Jahren wurde die Operation des Leistenbruchs bei den alten Ägyptern beschrieben. Und vor etwa 2500 Jahren hat Hippokrates den Leistenbruch zu den „allgemein herrschenden Krankheiten" gezählt. Dazu gehört er immer noch. Die Operation des Leistenbruchs ist heute der häufigste chirurgische Eingriff überhaupt. Jedes Jahr sehen nach Informationen der Stiftung Warentest Ärzte in Deutschland rund 150000 neue Leistenbrüche. Die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Minimalinvasive Chirurgie am Klinikum St. Elisabeth ist mit ihrer interdisziplinären Ärzte-Fortbildung zum Thema „Update Leistenhernie - Leistenschmerz" also brandaktuell.
Die Veranstaltung, die sich ausschließlich an Ärzte - aus Krankenhaus und niedergelassenem Bereich - richtet, findet am Samstag, 24. September, 9.30 bis 12.30 Uhr im Hotel Asam im Rahmen eines Brunch statt. Die Veranstaltung wird mit drei Fortbildungspunkten bewertet. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Robert Obermaier, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Minimalinvasive Chirurgie am Klinikum St. Elisabeth. Die Organisation liegt in den Händen von Oberarzt Dr. Ferdinand Rollinger.
Folgendes Programm mit jeweils 20-minütigen Vorträgen ist geplant: Über „Leistenschmerzen aus Sicht des Hausarztes und Differentialdiagnosen" referiert Dr. Daniel Bulling, Facharzt für Allgemeinmedizin aus Straubing. „Leistenschmerzen aus der Sicht des Orthopäden - Sportlerleiste - Leistenschmerzen beim jungen Patienten" heißt das Thema von Privatdozent Dr. Jörn Ludwig, Facharzt für Orthopädie am Sporthopädicum Straubing. „Neuropathischen Schmerzsyndromen nach Hernienoperationen - Diagnostik und Therapie" widmet sich Dr. Carsten Isenberg, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Leiter der Sektion Neurologie am Klinikum St. Elisabeth. „Update Leistenhernien-Operation - Leitlinien der Europäischen Herniengesellschaft" sind dann das abschließende Thema von Chefarzt Prof. Dr. Robert Obermaier.
Die Leiste stelle ein komplexes anatomisches Gebiet dar. Deshalb erforderten Symptome und Erkrankungen, die in diesem Bereich auftreten, eine differenzierte interdisziplinäre Betrachtung, so die Basis des Symposiums. Im Rahmen der Fortbildung sollen Probleme aufgezeigt und interdisziplinär diskutiert werden. Bei einer breiten Palette möglicher Ursachen für Schmerzen, Schwellungen und sonstige Auffälligkeiten im Leistenbereich müssen durch die Hausärzte die entsprechenden Behandlungen durchgeführt und eingeleitet werden. Häufig sind Abklärungen durch neurologische und orthopädische Untersuchungen notwendig. Aus viszeralchirurgischer Sicht stehe die Behandlung der Leistenhernie im Vordergrund, so Prof. Obermaier zur Tagung. Wegen einer erweiterten Methodenvielfalt bei dieser häufigen Operation sei die Beschäftigung mit der Thematik sinnvoll.
Wie die Stiftung Warentest in einem Artikel unter dem Titel „Leistenbruch - Die Angst der Männer" jüngst veröffentlichte, gibt es keine bessere Lösung als die Operation, ohne sie sei keine Heilung möglich. Wer zu lange damit warte, lebe gefährlich. Drei Methoden seien heute Standard: Entweder werde die Bauchlücke wieder zusammengenäht oder es werde ein Kunststoffnetz zur Verstärkung befestigt, entweder von außen oder von innen. „Obwohl chirurgische Alltagskost, gibt es bei diesen Operationen immer wieder Probleme", so die Stiftung Warentest. Insbesondere die Netzmethode sei sehr erfolgreich, dennoch der Rat der Stiftung Warentest: „Wer sich für eine Operation mit Netz entscheidet, sollte darauf achten, dass sie bei einem erfahrenen Operateur erfolgt."-mon- (SR-Tagblatt)









