Patientenforum 2010 mit dem Klinikum St. Elisabeth Straubing
Patienten nehmen Klinikum unter die Lupe
Gut 300 Besucher beim 1. Patientenforum „Jetzt red i mim Klinikum" mit Tilmann Schöberl
Die Resonanz war enorm. Über 300 Besucher kamen zum 1. Patientenforum „Jetzt red i mim Klinikum" am Dienstagabend in den Magnobonus-Markmiller-Saal, um zu sagen, was Sache ist. Unter der Leitung des bekannten TV-Moderators Tilmann Schöberl brachten die Patienten viele Dinge wie Preise im Kiosk, Raucher am Eingang, eintöniges Abendessen und Patientenverfügung zur Sprache, denen das Klinikum nun sehr genau nachgehen wird, wie Klinikums-Geschäftsführer Dr. Christoph Scheu versprach.
Zur Einführung präsentierte Dr. Scheu die ersten Ergebnisse der neuen kontinuierlichen Patientenbefragung, die auf 800 Teilnehmern beruht. Jeder zweite Patient kam auf Anraten seines Arztes ins Klinikum St. Elisabeth und jeder dritte hatte sich das Krankenhaus selbst ausgesucht. Wenn sich Patienten vor der Behandlung über das Krankenhaus informieren, erfolgt dies über Freunde und Bekannte (17 Prozent) oder übers Internet (14 Prozent).
Beim Thema Essen zeigte die Befragung und die gestrige Diskussion, dass Verbesserungen möglich sind, insbesondere beim Abendessen ergibt sich Handlungsbedarf, wie die Wortmeldungen zeigten („Es gab jeden Tag Wurst und Brot"). Auch die Kioskpreise werden von ca. 10% der Befragten als zu hoch erachtet.
Dickes Lob gab es für die Sauberkeit der Zimmer. Mit der Information über die Behandlungsergebnisse und der Weitergabe von konkreten Verhaltensregeln nach der Entlassung waren die Patienten sehr zufrieden. Nur die Möglichkeit, den Stationsarzt auch außerhalb der Visitenzeiten zu sprechen, könnte besser sein.
Was die Qualität der Behandlung betrifft, schneidet das Klinikum St. Elisabeth bei den Patienten sehr gut ab. Sie schätzten vor allem die hygienisch durchgeführten Behandlungen des Pflegepersonals und haben den Eindruck, bei Fachärzten in guten Händen zu sein. Insgesamt fühlten sich die Patienten im Klinikum St. Elisabeth liebevoll aufgenommen. Kein Wunder, dass sie das Klinikum auch weiterempfehlen werden.
Fazit aus der Patientenbefragung von Dr. Scheu: 2011 werde eine Verbesserung des Essens angestrebt. Die Preise von Kiosk und Cafeteria werden überprüft und es werden Wege gesucht, auch außerhalb der Visiten Möglichkeiten zur Beantwortung von Fragen zu verbessern.
Bayern 1-Moderator Tilmann Schöberl brachte rasch das Gespräch zwischen Patienten und dem 12-köpfigen Podium - das mit Chefärzten, Oberärzten und Direktorium besetzt war - in Gang. Ein Nachthemd für 20 Euro im Kiosk sei zu teuer, beschwerte sich eine Frau. Eine andere Frau regte an, die Zeitungsvielfalt im Kiosk zu vergrößern.
Auch der Wunsch nach einer moderneren Telefonanlage mit der Möglichkeit, TV-Programme einfach anzuwählen, wurde angesprochen. Der Angehörige eines Patienten regte an, das Klinikum solle die Patientenverfügung zusammen mit den anderen Patientendaten speichern. Für Patienten aus Altenheimen sei eine Notfallmappe - die auch die Patientenverfügung beinhalte - sinnvoll.
Der Eingang zum Klinikum St. Elisabeth mit einem Spalier von Rauchern war einem Mann ein Dorn im Auge. Damit traf er auf Klinikumsseite auf offene Ohren. Es werde über eine Gartenlaube am Eingang nachgedacht, gab Dr. Scheu Auskunft.
Nach rund zwei Stunden intensiven Gedankenaustauschs lud der Klinikums-Geschäftsführer zum Buffet und zu persönlichen Gesprächen und verabschiedete sich mit dem Versprechen, das Patientenforum fortzusetzen: „Ich würde sagen, bis zum nächsten Mal."









