Patientenarmband im Klinikum St. Elisabeth Straubing eingeführt
Die Geburtshilfe war Vorreiter. Ein Armband mit dem Namen des Babys vertreibt seit vielen Jahren die Sorgen der Mutter, ihr Kind könnte vertauscht werden. Seit Juni gibt es Armbänder für alle Patienten im Klinikum St. Elisabeth. Sie garantieren die sichere Identifikation, damit der richtige Patient die richtige Behandlung erfährt.
„Die ersten Erfahrungen mit den neuen Armbändern sind sehr gut", freut sich Pflegedirektorin Schwester M. Michaela Bauer über die positive Resonanz. Patienten schätzten das Plus an Sicherheit und den Schutz vor Verwechslung.
Vor jeder Behandlung steht das persönliche Gespräch zur Identifikation an erster Stelle. Häufig ist die Kommunikation jedoch erschwert oder sogar unmöglich. Das trifft zu auf Notfallpatienten, fremdsprachige Patienten, Demenzkranke, geistig Behinderte und Kinder. Die Einnahme eines Beruhigungsmittels beispielsweise vor der Endoskopie stellt auch ein Risiko für die Identifikation dar, das ein Armband aus der Welt schafft.
Damit es dann erst gar nicht zu folgenschweren Verwechslungen kommt - was auch bei ähnlichen Namen der Fall sein könnte - setzt das Klinikum St. Elisabeth auf Vorbeugung. „Wir tun alles für die Sicherheit unserer Patienten. Eine sichere Identifikation ist das A und O vor jeder Maßnahme", sagt Schwester M. Michaela Bauer. Egal ob beim Patienten ein Verband gewechselt oder Blut abgenommen wird, ob Medikamente oder Essen verteilt werden: Das Armband unterstützt in Zweifelsfällen die sichere Identifikation.
Babys tragen inzwischen sogar zwei Bänder: eines am Arm und eines am Fuß. Eine Verwechslung auch kleinster Patienten ist damit in Straubing kaum möglich.
Das neue Armband aus Kunststoff mit dem Familien- und Vornamen, Geburtsdatum und Identifikationsnummer wird dem Patienten von der verantwortlichen Pflegekraft beim Aufnahmegespräch locker angelegt.
Nicht nur bei der Einführung der Patientenarmbänder orientierte sich das Klinikum an den Standards der Weltgesundheitsorganisation und den Empfehlungen des Aktionsbündnisses für Patientensicherheit, auch bei der neuen OP-Checkliste. Sie wird seit Herbst 2009 Schritt für Schritt im Klinikum eingeführt. Angelehnt an Erfahrungen aus der Luftfahrt, wo vor dem Abflug der Pilot Punkt für Punkt eine Sicherheitscheckliste durchgeht, so geschieht dieser Sicherheitscheck im Klinikum St. Elisabeth Straubing vor der OP.
Die Liste beinhaltet Punkte wie Allergien, Begleiterkrankungen, Eingriffsort und Eingriffsseite sowie deren Markierung, Narkoseeinleitung und eine letzte Prüfung im Operationssaal. Nach der Operation wird kontrolliert, ob Instrumente, Nadeln und Tücher vollständig sind. Patientenarmband, OP-Checkliste und die Umstellung von Abteilungs- auf Fallakten für jeden Patienten vor zwei Jahren sind vorbeugende Maßnahmen und Teil eines Maßnahmeplans, um stets höchste Sicherheitsstandards in der Patientenbehandlung zu garantieren.-urs-









