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Neuer Herzkathetermessplatz am Klinikum St. Elisabeth

In diesen Tagen wird in der II. Medizinischen Klinik des Klinikums St. Elisabeth in Straubing der neue Herzkathetermessplatz der Fa. Philips in Betrieb genommen. Damit geht eine über 4-wöchige Bauphase zu Ende, die für alle beteiligten Ärzte, Pflegepersonal und Patienten nicht einfach war, denn trotz der Einschränkungen des Containerbetriebes (es wurde darüber berichtet) konnten alle notwendigen Leistungen in gleicher Qualität, aber mit doch deutlichen Komforteinschränkungen (wiederum für alle Beteiligten) durchgeführt werden.
Radiologie
Neuer Herzkathetermessplatz

Was bringt nun der neue Herzkathetermessplatz?

Wo liegen die Vorteile besonders für Patienten?

Das neue Gerät arbeitet bei verbesserter Qualität der Röntgenbilder mit niedrigerer Röntgendosis, ein Gewinn für Patienten und Untersucher. Dies wird durch eine Reihe von technischen Verbesserungen erreicht, die im täglichen Betrieb auf den ersten Blick nicht oder kaum erkennbar sind. Das „Outfit" der Anlage hat sich nicht wesentlich geändert. Allerdings ist die neue Anlage anders befestigt, sie ist „aufgehängt". Das bedeutet einen besseren Patientenzugang durch den Untersucher, z.B. bei Schrittmacheroperationen und damit für die Patienten kürzere Operationszeiten.

Bei so genannten interventionellen Eingriffen, wie z.B. Ballondilatationen mit und ohne Stentimplantationen ist die verbesserte Bildqualität von immenser Bedeutung. Krankhafte Veränderungen, z.B. Einengungen der Herzkranzarterien, sind deutlicher zu erkennen. Unterstützt wird dies zusätzlich durch eine vollkommen neue Technik, bei der es möglich ist, den räumlichen Verlauf einer Herzkranzarterie entsprechend dreidimensional auf einem Bildschirm darzustellen. Dazu können unterschiedliche Betrachtungswinkel so ausgewählt werden, dass Engstellen optimal, z.B. für eine Ballonerweiterung erkannt werden. Für den Untersucher ist es dann möglich, schnell und zielgerichtet den optimalen Ballon für diese zu erweiternde Engstelle auszuwählen, Zeit- und Dosisersparnis für alle. Eine weitere Erneuerung, die neben Röntgenstrahlung auch Kontrastmittel einspart, ist die schnelle Rotationsangiographie, bei der mit einer Kontrastmittelgabe die Herzkranzarterie in verschiedenen Projektionen dargestellt wird.

Ein sehr großer Fortschritt findet sich „hinter den Dingen", das heißt die EDV-gestützten Systeme für die Auswertung der Befunde und deren Archivierung. Mit dem neuen System ist es möglich, dass die Befunde der Patienten auch aus früheren Untersuchungen einschließlich der Röntgenszenen innerhalb von wenigen Minuten vollständig zur Verfügung stehen. Besonders wichtig ist dies bei Notfalluntersuchungen, z.B. im Rahmen eines akuten Herzinfarktes außerhalb der üblichen Dienstzeit. Wenn bei Patienten bereits frühere Untersuchungen durchgeführt wurden, können die Befunde sofort verglichen werden. Dazu wurde ein leistungsfähiges Archivsystem angeschafft. Die Erfassung der erhobenen Messdaten, ihre Archivierung und ihre Verarbeitung (z.B. im Arztbrief) ist durch die neue EDV erheblich verbessert, so dass z.B. für den Hausarzt eine nicht nur umfassende, sondern auch schnelle, das heißt zeitgerechte Information über den Patienten vorliegen wird.

Besondere Zustimmung bei den Mitarbeitern findet das System durch die umfassende EDV-Unterstützung bei der Bewältigung der vielen vorgeschriebenen „Routineverwaltungsaufgaben", wie z.B. Leistungserfassung, Qualitätssicherung und Materialverwaltung. Diese Fähigkeiten des neuen Systems erleichtern die tägliche „Routine" und führen zusätzlich zu einer besseren Dokumentation der Leistungen unseres Herzkathetermessplatzes.

Die Mitarbeiter der II. Med. Klinik sind den Gesellschaftern des Klinikums sehr dankbar, dass sie in einer Zeit des knappen Geldes und der Unsicherheit über die Zukunft unseres Gesundheitssystems dieser nicht ganz billigen Investition zugestimmt haben. Das Engagement der Mitarbeiter und die Zufriedenheit der Patienten und ihrer Ärzte werden es ihnen danken.

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