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Mit modernen Diagnose-Verfahren den Tumor besiegen

Qualitätszirkel der Experten des Prostatakarzinom-Zentrums im Klinikum Straubing
Tauschten sich über Bildgebung bei Prostatakrebs aus (v.r.): Dr. Joachim Böhm, Privatdozent Dr. Walter Koch, Dr. Anja Weidner, Privatdozent Dr. Christof Schäfer, Chefarzt Dr. Christian Gilfrich und Oberarzt Dr. Matthias May.

„Sie haben Prostatakrebs." Die Diagnose des Urologen ist wie der Fall in ein tiefes schwarzes Loch. Angst macht sich breit. Wissen vertreibt Angst. Wissen steigert die Heilungschancen. Hat sich der Krebs schon ausgebreitet? Es gibt sehr gute, neue Wege, das unsichtbare Übel sichtbar zu machen: PET/CT und MRT machen Früherkennung möglich. Sie stöbern auch die kleinste Metastase im hintersten Eck auf.

Die hochmodernen Diagnose-Verfahren sind viel versprechende Waffen im Kampf gegen den Prostatakrebs. Das ist die Nachricht der Experten des Prostatakarzinom-Zentrums unter Leitung von Dr. Christian Gilfrich am Klinikum St. Elisabeth beim jüngsten Qualitätszirkel.

Diagnose ist für Prostatakrebs-Patienten das A und O. Ein erhöhter PSA-Wert im Blut gilt als erstes Alarmzeichen. Jetzt geht die Suche richtig los. Das kann schwierig werden. Weil die Prostata nur so groß wie eine Kastanie ist. Wer auch nach der Gewebeprobe weiter im Dunkeln tappt, setzt auf die Bildgebung. Die bewährten Verfahren Ultraschall, Computertomographie (CT) und Szintigrafie des Knochensystems können den Prostatakrebs sichtbar machen.

Wie ausgedehnt ist der Primärtumor? Gibt es Fernmetastasen oder Metastasen in Lymphknoten? Droht ein Rückfall? Gibt es Metastasen in den Knochen? Es hängt von der Fragestellung ab, welches Diagnose-Verfahren für den Patienten am besten ist - PET/CT (Positronen-Emissions-Tomographie/CT) oder multiparametrische Magnetresonanztomografie (MRT). Die MRT ist das genaueste Verfahren. Sie belastet den Patienten nicht durch Strahlung. Besteht der Verdacht auf Prostatakrebs - obwohl die Gewebeprobe keines nachweisen kann -, ist die MRT sehr zu empfehlen. Sie zeigt dem Urologen, wo eine erneute Gewebeprobe sinnvoll ist. Die PET/CT kommt infrage, um einen lokalen Rückfall abzuklären. Sie weist den Weg für eine folgende Strahlentherapie.

Mündige Patienten wollen über ihre Krankheit Bescheid wissen. So lässt sie sich leichter besiegen. Das Prostatakarzinom-Zentrum trägt dem großen Informationsbedürfnis mit seinem Experten-Netzwerk Rechnung. Grundlage dafür sind aktuelle wissenschaftliche Leitlinien zu Diagnostik und Behandlung. Privatdozent Dr. Christof Schäfer, ärztlicher Leiter der Strahlentherapie am Klinikum, organisierte den Qualitätszirkel. Auf der Plattform können niedergelassene und Krankenhaus-Ärzte intensiv diskutieren. Weitere Informationen unter www.prostatazentrum-straubing.de.

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