Keine Angst vor dem Darm-TÜV
Darmtag am 28.Februar um 19Uhr im Klinikum-Arztvorträge und einbegehbarer Darm
Rund 30 Tonnen Nahrung und 50000 Liter Flüssigkeit muss im Schnitt ein deutscher Darm im Laufe seines Lebens transportieren und verarbeiten. Der Darm erledigt diese Aufgaben meist still und unbemerkt. Wenn der Darm allerdings erkrankt, können Beschwerden wie Leibschmerzen, Blähungen, Stuhlunregelmäßigkeiten oder Blutabgang auftreten. Über diese Beschwerden redet man nicht gern. Dadurch können aber gefährliche Darmerkrankungen verschleppt werden. Damit der Darm nicht weiter ein Tabuthema bleibt, gibt es in Straubing mittlerweile die jährliche Aktion „Straubing gegen Darmkrebs". Auch in diesem Jahr macht „Straubing gegen Darmkrebs" mobil - am Montag, 28. Februar, ab 19 Uhr im Klinikum St. Elisabeth.
Professor Dr. Norbert Weigert, Chefarzt der I. Medizinischen Klinik und bayerischer Landesbeauftragter der Stiftung LebensBlicke, hat für die Besucher ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Die Schirmherrschaft für diese Aktion übernimmt Oberbürgermeister Markus Pannermayr, der auch ein Grußwort sprechen wird.
In gut verständlichen Vorträgen beleuchten vier Experten das Thema Darmkrankheiten und Darmkrebs aus verschiedenen Perspektiven. Die beiden niedergelassenen Internisten Dr. Hans-Peter Peller und Dr. Ulrich Ihle sprechen über Ursachen von Blut im Stuhl und über Ausstülpungen im Darm (Divertikel). Die beiden Leiter des Darmzentrums am Klinikum, Professor Dr. Weigert und Professor Dr. Robert Obermaier, erklären, ob es eine bessere Untersuchung als die Darmspiegelung gibt beziehungsweise wann und wie Hämorrhoiden behandelt werden. Josef Pömmerl stellt die Selbsthilfegruppe für Patienten mit Darmproblemen vor, die Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite steht. Nach den Vorträgen dürfen die Besucher bei einer Führung durch die Oberärzte Dr. Gerd Müller und Dr. Christopher Haberl in einem begehbaren, mehrere Meter langen Riesendarm Mäuschen spielen und einen nachhaltigen Eindruck vom Darminneren gewinnen. Den Abschluss des Darmtags bilden Vorführungen von Oberarzt Dr. Klaus-Dieter Rösner über neueste Entwicklungen in der Endoskopie und Professor Dr. Obermaier über neue OP-Methoden. Die Besucher dürfen den Experten über die Schulter schauen und auch selbst Hand anlegen.
Das Veranstalter-Bündnis aus Klinikum St. Elisabeth, Darmzentrum, AOK, Ärztlichem Kreisverband, Kassenärztlicher Vereinigung und Volkshochschule will der Bevölkerung die Scheu nehmen, über Darmprobleme zu sprechen und Vorsorgeuntersuchungen rechtzeitig in Anspruch zu nehmen. Allen Ü-50-Jährigen und Menschen mit familiärem Krebsrisiko legen die Ärzte ans Herz: „Vorsorge rettet Leben. Machen Sie mit! Geben Sie dem Darmkrebs keine Chance!" Aus Unwissenheit, Gleichgültigkeit oder Angst werden die Untersuchungen zur Früherkennung allerdings zu wenig in Anspruch genommen - nur von jeder dritten Frau und jedem sechsten Mann. Betroffene verpassen die Chance, die anfangs gutartigen Polypen rechtzeitig zu entdecken und im Zuge einer schmerzlosen Darmspiegelung entfernen zu lassen.
Darmkrebs ist tückisch: Er wächst oft jahrelang, ohne Beschwerden zu verursachen. Jährlich erkranken in Deutschland über 70000 Menschen an Darmkrebs. Im Laufe eines Jahres sterben gut 27000 Männer und Frauen an dem bösartigen Tumor. Doch rechtzeitig erkannt, ist der Darmkrebs sehr gut heilbar.








