Hightech in der Urologie
Bayernweit zweites „Uroskop Omnia" am Klinikum St. Elisabeth Straubing
Nach München steht der bayernweit zweite urologische Operationstisch mit digitaler Röntgentechnik - das Uroskop Omnia - seit Ende Oktober im Klinikum St. Elisabeth. Die Hightech-Anlage läute ein neues Zeitalter noch schonenderer endoskopischer Eingriffe in der Urologie ein, sagt Chefarzt Dr. Christian Gilfrich. Die Patienten profitieren von geringerer Strahlenbelastung bei besserer Bildqualität und größerem Komfort.
Uroskop Omnia ersetzt im Klinikum die bisherige Kassettentechnik des Vorgängermodells durch digitales Röntgen. Röntgenbilder müssen nun nicht mehr zeitaufwendig entwickelt werden. Sie erscheinen sofort am Monitor und können unverzüglich ausgewertet werden. Auf dem zweiten Monitor daneben kann der Urologe gleichzeitig Röntgen-, Ultraschall- und Endoskopie-Bilder aufrufen. So hat er auf einen Blick alle Informationen für den Eingriff. Das neue multifunktionale Gerät wird auch in der Therapie von Nieren- und Blasensteinen sowie in der Diagnostik angewendet. Das digitale Flachdetektor-System kann im Gegensatz zur bisher üblichen Bildröhre den gesamten Trakt der Harn- und Geschlechtsorgane in nur einer einzigen Aufnahme darstellen; auch ist es möglich, Teilbereiche auszublenden und die Röntgenstrahlung zu pulsieren. Dadurch sinkt die Strahlendosis - für Patienten, Mitarbeiter und Ärzte. Zudem geht die Untersuchung schneller.
Dr. Gilfrich nennt noch einen weiteren Vorteil des modernen Durchleuchtungs-Arbeitsplatzes: „Die Tischhöhe ist so weit absenkbar, dass Patienten bequem wie auf einem Stuhl Platz nehmen können. Außerdem haben wir von allen Seiten Zugang zum Patienten." Auch können übergewichtige Patienten bis 270 Kilogramm auf dem urologischen Operationstisch behandelt werden.
An die Stelle der platzintensiven Archivierung der Folien im Klinikum - eine zehnjährige Aufbewahrung ist vorgeschrieben - rückt nun das praktische Speichern der Röntgenbilder am Server. Bei Bedarf könnten Patienten die Aufnahmen auf CD mit nach Hause nehmen, sagt Chefarzt Dr. Gilfrich.









