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Großes Herz für Nieren

Haag-Weber Nephrologie
Prof. Dr. med. Marianne Haag-Weber, Leiterin der Sektion Nephrologie

Großes Herz für Nieren

Forschungserfolge von Prof. Marianne Haag-Weber kommen Patienten zugute

Die Nieren ihrer Patienten liegen  Prof. Marianne Haag-Weber sehr am Herzen. Die Leiterin der Sektion Nephrologie des Klinikums und des KfH-Nierenzentrums konnte im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Forschung zeigen, dass die Nierenrestfunktion mit neuen Dialysatlösungen besser erhalten werden kann. Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Forschung erfuhren weltweite Anerkennung. Prof. Marianne Haag-Weber veröffentlichte sie in der englischsprachigen internationalen Fachzeitschrift „Nephrology Dialysis Transplantation".

Mehrere Nierenzentren aus ganz Deutschland und auch Europa arbeiteten unter Federführung von Prof. Marianne Haag-Weber über fünf Jahre an der Studie mit dem Titel „Diurest" mit. Die Wissenschaftler erhoben die Daten von rund 100 Bauchfell-Dialysepatienten. Das Ergebnis hat eine große Bedeutung für Nierenkranke: Ein Prozent mehr an Nierenrestfunktion senkt die Sterblichkeit um circa zwölf Prozent. Mit den neu entwickelten Dialysatlösungen, die weniger Glukoseabbauprodukte enthalten, betrug in dieser Studie  der Unterschied im Vergleich zur alten Lösung 2,3 Prozent mehr Nierenrestfunktion nach 18 Monaten.

Von den Ergebnissen der wissenschaftlichen Untersuchung profitieren die Patienten des Straubinger KfH-Nierenzentrums bereits. „Wir verwenden nur die neuen Dialysatlösungen." Die Nierenrestfunktion gehe bei der Hämodialyse etwas schneller verloren als bei der Bauchfelldialyse, sagte die Nephrologin. Schwerpunkt in Straubing ist jedoch, bei beiden Dialyseverfahren um jedes Prozent Nierenfunktion zu kämpfen.

Unterstützt wird dieses Bemühen durch ein neues Bioimpedanz-Gerät, das bald im Klinikum aufgestellt wird. „Es dient der Bestimmung  des Flüssigkeitshaushalts des Patienten und ermöglicht eine auf den Liter genaue Einstellung. So wird verhindert, dass der Patient auf Kosten seiner Niere überwässert und dadurch wiederum die Nierenfunktion rascher verliert", erklärte die Professorin.

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