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Examensfeier der Berufsfachschule für Krankenpflege im Klinikum St. Elisabeth Straubing

Examensfeier-2011
Feierten das Examen der Absolventen: Dr. Christoph Scheu (links), Geschäftsführer des Klinikums St. Elisabeth, Dr. Peter Stadtmüller (2.v.links), Vertreter der Regierung von Niederbayern, Dr. Gert Müller (2.v.rechts), Ärztlicher Leiter der Berufsfachschule, und Schulleiter Eduard Kriegl (rechts) mit den Jahrgangsbesten, darunter Lisa Huber (3.v.links).

„Ein Beruf mit Herz und Verstand"

Examensfeier der Berufsfachschule für Krankenpflege im Kloster Azlburg

Am Mittwoch erhielten 24 Schüler der Krankenpflege-Berufsfachschule des Klinikums St. Elisabeth ihr Examenszeugnis. Bei den Feierlichkeiten im Haus Franziskus des Klosters Azlburg rekapitulierten die Ausbilder die vergangenen Jahre und wagten Ausblicke: Die Krankenpflege sei ein Beruf mit Zukunft, meinten sie, der von den Absolventen aber ständiges Weiterlernen erfordere und ihnen einiges abverlangen werde. „Ihr werdet Kraftquellen brauchen", gab Eduard Kriegl den Schülern mit auf den Weg. Nachdenklich machende Worte, die bei Außenstehenden die Frage aufwerfen, warum die 24 eigentlich Krankenpfleger wurden?

Lisa Huber ist eine derjenigen, die in den vergangenen Jahren ihre Ausbildung am Klinikum St. Elisabeth machten. Krankenpflege habe sie schon immer interessiert, sagt sie. Nach einem Praktikum im Krankenhaus wusste sie, dass sie hier richtig war - und immer noch ist. „Mir gefallen die Leute hier einfach. Man wird überall herzlich aufgenommen", erzählt sie. „Während der letzten Jahre hat niemand nur an seine Ausbildung, sondern immer ein Stück weitergedacht." Dienstgemeinschaft war ein Aspekt, den auch Frater Eduard Bauer vom Provinzialat der Barmherzigen Brüder bei der Examensfeier in seiner Rede hervorhob. „Jeder von euch ist wichtig. Also seid füreinander da."

Dr. Peter Stadtmüller, Vertreter der Regierung von Niederbayern, legte in seiner Rede den Absolventen nahe, sich fortzubilden. „Karriere ist nur mit lebenslangem Lernen möglich." Eine Botschaft, die Lisa Huber und ihre Kollegen verinnerlicht haben. „Unser Beruf entwickelt sich ständig weiter, deshalb müssen auch wir uns fortbilden." Bis zum 1. Oktober haben sie und die anderen Absolventen jetzt frei. Für neun der 24 geht es dann am Klinikum weiter, die übrigen werden bei anderen Einrichtungen arbeiten. „Durch die neue Situation werden sie lernen und an Erfahrung gewinnen", glaubt Schulleiter Eduard Kriegl.

An Arbeitsplätzen mangelt es in der Pflege nicht - und habe es nie, weiß Eduard Kriegl. „Ich bin seit 1979 in diesem Bereich tätig und habe noch nie eine arbeitslose Krankenschwester gesehen, die arbeiten wollte." In 15 Jahren werde es doppelt so viele Pflegebedürftige in Deutschland geben wie heute. „In Zahlen heißt das, dass vier Millionen Menschen Pflege brauchen werden. Und die Einrichtungen bauen vor", stellt Eduard Kriegl fest. „Sie reißen sich um Personal. Krankenpfleger können sich ihren Arbeitsplatz heute praktisch aussuchen."

Letztendlich könne selbst das beste Computerprogramm nicht messen, was Krankenpflege wirklich ausmacht, meinte der Ärztliche Leiter der Berufsfachschule, Dr. Gert Müller, in seiner Rede. Der Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Christoph Scheu, stieß ins selbe Horn. „Die Krankenpflege", erklärte er den Absolventen, „ist ein Beruf, der Sinn hat, weil Sie damit Menschen Hilfe und Trost schenken können." Genau das sind die Gründe, die die Krankenpflege für Lisa Huber zu einem empfehlenswerten Beruf machen. „Wem es gefällt, Menschen zu helfen, der ist hier richtig", meint sie nach kurzem Überlegen. „Krankenpflege ist ein Beruf mit Herz und Verstand. Hier kannst du jeden Tag Menschen etwas Gutes tun."-fra- (SR-Tagblatt)

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