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Chirurgisches Ärztesymposium im Rittersaal

Chefarzt Prof. Dr. Obermaier im Operationssaal am Klinikum Straubing
Die Behandlung von Krebs insbesondere durch chirurgische Schlüsselloch-Techniken steht im Mittelpunkt einer Ärztetagung im Rittersaal.

Fortschritte in der onkologischen (Behandlung von Krebs) und minimal-invasiven Viszeral-Chirurgie (Eingriffe in den Bauchorganen mit kleinen Schnitten) stehen im Mittelpunkt eines Ärztesymposiums am kommenden Samstag im Rittersaal des Herzogschlosses. Das erste Symposium unter seiner Leitung in Straubing, gleichzeitig der 29. Fortbildungstag des Klinikums, nennt der neue Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und minimalinvasive Chirurgie nicht zufällig „Agnes-Bernauer-Symposium". Schließlich war Agnes Bernauer Tochter eines Baders und damit eines Vorläufers heutiger Chirurgie. Bis zu 100 Ärzte aus Niederbayern und Oberpfalz werden zu der einschließlich Fachpublikum vorbehaltenen Tagung erwartet.

Am Podium vertreten sind namhafte Vertreter und Verfechter der minimalinvasiven Chiurgie süddeutscher Universitätskliniken, Professoren, bei und mit denen Prof. Obermaier an seinen früheren Wirkungsstätten arbeitete. Es referieren Prof. Dr. Dr. Ulrich Hopf, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Universität Freiburg, Prof. Dr. Hans Jürgen Schlitt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Chirurgie von der Universität Regensburg, und Prof. Dr. Helmut Friess, Direktor der Chirurgischen Klinik am Klinikum rechts der Isar der TU München. Das Gastgeber-Klinikum Straubing vertreten Prof. Dr. Robert Obermaier und Oberarzt Dr. Peter Kapfhammer. Das Symposium moderieren Prof. Dr. Norbert Weigert, Chefarzt der I. Medizinischen Klinik am Klinikum St. Elisabeth, und Gastgeber Prof. Dr. Robert Obermaier. Begrüßt werden die Teilnehmer von Ärztlichem Direktor Prof. Dr. Joachim Jehle.

Die Neubesetzung der Chefarztstelle nimmt das Klinikum zum Anlass, die aktuellen und künftigen Schwerpunkte der Chirurgie ins Blickfeld zu rücken. Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Prof. Dr. Robert Obermaier in der onkologischen Viszeralchirurgie, insbesondere der Leberchirurgie. Inbesondere bei der chirurgischen Behandlung von Lebermetastasen seien in den letzten Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht worden, sagt er. Auch eine Peritonealkarzinose (Befall des Bauchfells durch bösartige Tumorzellen) bedeute kein prinzipielles Todesurteil mehr.

Sein Ziel ist, das Spektrum minimalinvasiver Techniken in Straubing weiter auszubauen. Die Vorteile kleiner Schnitte lägen auf der Hand: Weniger Schmerzen, schnellere Erholung und ein besseres kosmetisches Ergebnis mit kleineren Narben. Die minimalinvasive Chirurgie sei die wichtigste Entwicklung der letzten Jahrzehnte in der operativen Medizin, sagt Prof. Obermaier. Bei vielen Erkrankungen sei es jetzt möglich, durch wenige kleine Schnitte eine Vielzahl von Eingriffen im Bauchraum und bei Schilddrüsenproblemen und Leistenbrüchen durchzuführen. Die Methode entwickle sich weiter. Zum Beispiel kann heute in geeigneten Fällen (Gallenblasen- und Blinddarmentfernung, Leistenbruch, Dickdarmerkrankungen...) durch den Nabel, mit nur einem einzigen kleinen Schnitt, operiert werden. Neben allem technischen Fortschritt müsse aber die persönliche, menschliche Betreuung höchsten Stellenwert haben.-mon-

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