„Gott lässt uns nicht im Stich"
40-jähriges Priesterjubiläum von Krankenhaus-Seelsorger Hubert Panhölzl
Vor 40 Jahren, am 18. Juli 1970, wurde Hubert Panhölzl zum Priester geweiht. Am Sonntag organisierte Schwester Oberin Lucia Obieglo für Hubert Panhölzl einen feierlichen Gottesdienst in der Klosterkirche Azlburg. Der Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen gestaltete den Festgottesdienst musikalisch, sodass dieses Jubiläum würdig begangen wurde. In der Festpredigt wies Pfarrer Klaus Stock darauf hin, dass der „große Platzanweiser Gott die Priester auf einen besonderen Platz" gestellt hat.
Das von Pfarrer Panhölzl gewählte Eingangslied „Ich steh vor dir mit leeren Händen" zeige in besonderer Weise die Bescheidenheit des Jubilars, stellte Schwester Lucia eingangs fest. Der Atem Gottes sei das Geheimnis seines Lebens, Arbeitens, Wirkens und Daseins. In Worten könne man Pfarrer Panhölzl für 40 Jahre selbstlose Pflichterfüllung, des Dienens vor Gott und den Menschen sowie der Zuwendung zu allen Hilfsbedürftigen kaum fassen, so Schwester Lucia.
Man ist Pfarrer Panhölzl in besonderer Weise verbunden, da er 1976 die Krankenhaus-Seelsorge übernahm und seit dieser Zeit auch das Kloster Azlburg seelsorgerisch betreut. Neben seinen täglichen Gottesdiensten sowohl in der Klosterkirche Azlburg als auch in der Klinikkapelle und seinen vielen Krankenbesuchen, übernimmt er bis dato den Religionsunterricht an der Krankenpflegeschule. Bis 2003 war Hubert Panhölzl auch als Religionslehrer an der Berufsschule tätig.
Der Beruf des Priesters sei in eine massive Krise geraten, wie sie vor 40 Jahren als Hubert Panhölzl zum Priester geweiht wurde, nicht vorstellbar war, stellte Pfarrer Klaus Stock, Leiter der Diözesanstelle für Pflege- und Beratungsberufe in Regensburg, fest. Hubert Panhölzl habe es immer schon in die Nähe von kranken Menschen gezogen. Auf das Tun komme es an und nicht auf das Reden. Deshalb mache es durchaus Sinn, wenn sich Priester und Schwestern in die Pflicht nehmen lassen.
Heute lebe die Gesellschaft ohne Halt. Deshalb müsse es wieder stärker gelingen zu vermitteln, dass Gott uns auch in schweren Zeiten nicht im Stich lässt. Der göttliche Jesus von Nazareth war sich nicht zu schade herabzusteigen, um unter den Menschen zu leben. In den Medien werde die Aufmerksamkeit oftmals nur auf Stars, Spitzensportler und Sieger gelenkt. Jesus stehe aber auf der Seite der Verlierer. Dies heiße aber nicht, dass die Menschen Gottes nur Verlierer sind, stellte Pfarrer Stock klar.
Gott als der große Platzanweiser habe die Priester auf einen besonderen Platz gestellt, der nicht immer ein Platz an der Sonne ist. Aber den Christen sei neues Leben über unser irdisches Leben hinaus bei Gott gesichert. Irdische Güter seien lediglich eine Leihgabe, stellte Pfarrer Stock fest. Eine Eucharistiefeier sei genau richtig, um Gott Danke zu sagen.
Der Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen unter Leitung von Karl-Heinz Liebl gestaltete den Festgottesdienst musikalisch, sodass das Jubiläum feierlich begangen wurde. Pfarrer Hubert Panhölzl, der mit Weihbischof em. Vinzenz Guggenberger und Klaus Stock seinen Jubiläumsgottesdienst zelebrierte, wünschte vielen Gläubigen persönlich den Frieden und stellte nicht sich, sondern das Wort Gottes und den Glauben in den Mittelpunkt. Ihm bleibe nur noch Danke zu sagen, an alle, die den Gottesdienst mitgefeiert hätten.
Am Nachmittag hatte Schwester Lucia noch eine Überraschung parat: In einer Power-Point-Präsentation ließ sie viele Stationen des gemeinsamen Glaubensweges von Pfarrer Panhölzl und dem Kloster Azlburg Revue passieren.-eam-






